Samstag, 16. November 2013

Pasta mit Portulakpesto

Winterportulak

Winterportulak ist ein ziemlich unbekanntes Kraut, dabei ist es so reich an Vitamin C und Magnesium. Andere Namen dafür sind z.B. Kuba-Spinat, gewöhnliches Tellerkraut, Winterpostelein. Es gibt auch einen Sommerportulak - der ist an dieser Stelle mal egal ;-).

Bei 8 bis 12 Grad Celsius keimt der Winterportulak und hält problemlos Frösten bis minus zehn Grad Celsius stand. Auf dem Balkon könnte man so im Winter frische Vitamine ernten (als Tipp am Rande).
Man kann ihn (Blätter und Stängel) roh als Salat/Pesto... genießen oder auch gekocht. Bei Zweiterem sollte man etwa wie bei Spinat vorgehen.

Vom Geschmack her erinnert dieses Kraut im weiterverarbeiteten Zustand an Spinat, im rohen etwas an Feldsalat.

Ich habe als erstes ein Portulakpesto ausprobiert:




Portulakpesto
 Zutaten:
- 200 g frischer Portulak
- 40 - 50 g Pecorino (Käse)
- eine Viertel mittelgroße rote Zwiebel
- Salz, Pfeffer
- 1 mittelgroße Knoblauchzehe
- ca. 7 - 10 EL Kürbiskernöl (mein Öl war nicht hochwertig genug - gut vorstellen könnte ich mir auch Arganöl oder ein anderes nussiges Öl. Sonnenblume-, Raps- oder Olivenöl passen sicherlich nicht gut)


 1. Zutaten bis auf das Öl in eine Schüssel geben
2. etwas Öl darüber gießen
3. mit dem Pürierstab mixen
4. solange Öl nachgießen bis eine homogene Masse entstanden ist




nun zur Verwendung mit Pasta:

5. Pasta wie gewohnt kochen
6. Speck und etwas Zwiebelstreifen(nicht die aus der Pestozutatenliste, die gehören tatsächlich ins Pesto) in einer Pfanne anbraten
7. eine Handvoll ganz kleine Champignons im Ganzen hinzugeben oder etwas größere halbieren kurz mitanbraten (aber nicht tot braten)
8. Nudeln abgießen
9. Pesto in die Pfanne geben, Nudeln hinzufügen, vermengen - servieren
10. frisch geriebenen Pecorino nochmals extra hinzustellen

Der Pecorino passt unserer Meinung nach seeeeeeeeeehr gut zum Portulak. Probier es aus!

Pasta mit Portulakpesto aus Winterportulak



Da ich leider auf das Internet(sechs verschiedene Seiten), mein Rezeptbuch(eines alt eingestandenen Verlages) UND auf meinen Gemüsehändler(30 Jahre Berufserfahrung) gehört habe, habe ich laut einer aufmerksam lesenden Person Euch obenQuatsch erzählt:

 Hei Wu (google+) meint dazu am 16.11.2013:
"Es gibt nur einen Portulak (portulaca oleracea). Was du da auf dem Teller hast, ist allenfalls "Tellerkraut", das modischerweise zur Zeit als "Winterportulak" angepriesen wird. Es ist ein Neophyt aus Nordamerika und kein "laengst vergessenes" Gemüse."


Anmerkung von mir: .... Ist doch eigentlich egal auch egal, ob das grüne Zeug Egon oder Erwin heißt... schmeckt gut ..... und Grünzeug im Winter ole ole....













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