Mittwoch, 22. Januar 2014

Weinbars in Venedig - Kulinarische Spaziergänge und Originalrezepte


Meine Gesamtbewertung: 4 von 5 Pfeilen

Empfehlung für alle, die gerne Städtereisen unternehmen und Vendig von der einheimisch-authentischen Kulinarikseite kennen lernen möchten. 
















Der GU-Verlag hat mit "Weinbars in Venedig" und "Indische Küche in London" zwei sehr interessant konzipierte (Koch-/Kulinarikreise-)Bücher herausgegeben.

Ein "normales" Kochbuch ist das aber jeweils nicht. Es besteht Fernwehgefahr! Das Buch sollte man kaufen, wenn man gerne ein Buch von vorne bis hinten durchliest. Wunderbare Gute-Nacht-Lektüren! Locker leicht und am nächsten Tag hat man Lust, das eine oder andere Gericht nachzukochen.
Kauft diese Buch bitte nicht als Kochbuch, denn dann wärt Ihr enttäuscht. Die stoische Auflistung und Präsentation von Vorspeisen, Hauptgängen und Co. ist hier nicht vorhanden. Die Rezepte gliedern sich charmant in venezianischen Rundwege ein. So wie man ums Häusereck in einer fremden Stadt etwas Neues entdeckt, so muss man sich auch die Anordnung der Rezepte in diesem Buch vorstellen.

In einem Werk findet man hier einen Reiseführer durch die jeweilige Stadt UND interessante Rezepte ausgewählter Lokalitäten Venedigs oder Londons(hier sind es indische Lokale).

Mittlerweile besitze ich bei und muss sagen, dass mir "Weinbars in Venedig" deutlich besser gefällt. Schauen wir uns dieses Kochbuch doch etwas genauer an. Cornelia Schinharl und Beat Koelliker nehmen den Leser mit auf fünf Spaziergängen durch Venedig. Sie versuchen hierbei in jedem der fünf vorgestellten Stadtviertel ein möglichst autentisches Venedig - fern ab der Touristenwallfahrten - aufzuzeigen. Es werden ausschließlich Lokalitäten besucht, die hauptsächlich von Einheimischen frequentiert werden und es somit auch Gericht gibt, die dem venezianischem Gaumen schmeicheln. Sie erzählen auch von Entdeckungen und Episoden, die sie am Wegesrand erlebt haben.


Aufbau:
Wer vorne im Buch anfängt zügig zu blättern, bekommt erstmal viele schöne Eindrücke von Venedig durch zahlreiche Fotos. So beginnt das Buch auch zunächst mit einem Vorwort, Reisetipps und einem Überblick
Schön gemacht, finde ich die Lagepläne/Stadtpläne. Diese sind recht peppig gezeichnet.

Und schon kann man sich auf einen der fünf Spaziergänge machen. Vorgestellte Stadtviertel sind:

- Rialto - Der Dreh- und Angelpunkt Vendigs
- Cannaregio und das Ghetto - Geheimtipp abseits des Touristenstroms
- San Marco - Magie und Kommerz und Dorsoduro und Santa Croce - hier wohnen, studierne und flanieren die Venezianer
- Die Strada Nova - Flaniermeile und Logenplatz
- Der vornehme Osten - zwischen Rialto und San Marco

In jedem dieser fünf Blöcke denkt man zwischen all den Eindrücken in Wort und Bild... plötzlich und immer wieder... lecker, lecker, lecker.
Ich finde es wunderbar, dass hier nicht Pizza, wohl bekannte Pasta und ein Insalata Mista  zufinden sind, sondern wirklich gut ausgewählte besondere Rezepte. Viele sind mit verschiedenen Fischarten (z.B. Baccala) oder mit Polenta.


 Am Ende findet sich übrigens noch ein Infoblock zu den typischen Fisch und Meeresfrüchten Venedigs, Wein und Kulinarisch.



Fazit:

Es ist ein besonderes Buch, das bitte nicht als reines Kochbuch verstanden werden darf. Wer Italien, italienisches Essen oder Venedig liebt, wird auch dieses Buch lieben. Ich liebe es!

Den einen Punkt muss ich leider abziehen, da ich mir in zwei Punkten etwas zu unübersichtlich ist.
a) Ich hätte mir gewünscht, dass die 5 Viertel auch beim Durchblättern sofort ersichtlich sind, z.B. durch ein einheitliches Symbol in irgendeiner Ecke oder einem durchgängigen Farbfeld je Viertel
b) Außerdem hätte ich mir eine zusätzliche Übersicht über die Rezepte - eventuell mit kleinen Fotos oder so - gewünscht. Es gibt zwar ein zweiseitiges Rezeptregister, aber wenn man beim Lesen ein Foto/Rezept findet, das einen im Nachhinein noch im Geist und Gaumen geblieben ist, hat man Pech gehabt. Am besten gleich Post-its bereit legen zum Lesen.
Aber sonst ein rundes Buch mit vielen besonderen Highlights. 



Ein Rezept habe ich probehalber nachgekocht: und zwar aus dem Viertel San Marco aus der Osteria da Carla:



  Rezept von Cornelia Schinharl/Beat Koelliker:
Gamberetti su polenta nera (Garnelen auf schwarzer Polenta)
GU-Verlag

 



Das Buch "Weinbars in Venedig" wurde mir kostenlos vom GU-Verlag zur Verfügung gestellt. In der Rezension hatte ich aber absolut freie Hand.

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