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Sonntag, 22. Januar 2023

Restaurantempfehlung: Les Moines Bistrot in San Valentino Torio

Alle Vegetarier:innen und Veganer:innen lesen heute bitte an einer anderen Stelle weiter! Heute geht es um Fleisch! 


Les Moines Bistrots


Heute nehme ich Euch mit in ein Restaurant, das uns so gut zugesagt hat, dass wir Euch unbedingt davon berichten möchten. Ja, es ist etwas weiter weg, aber es muss hier auf den Blog. Es ist eines der besten Lokalitäten, in denen wir jemals waren. 

Ich würde sogar vom besten Steak von Kampanien oder besten Steak Italiens sprechen. Für uns auf jeden Fall!!! 

Samstag, 29. April 2017

Boeheim Bierhalle - fränkisch kulinarischer Biergenuss

Anmerkung im Winter 2018: 

Leider, leider gibt es die Bierhalle mittlerweile nicht mehr. 

Wir bedauern es zu tiefst...


Der ehemalige Blogbeitrag wie folgt: 
Gestern Abend besuchten wir das recht neue Lokal „Boeheim Bierhalle“  in der Nürnberger Fußgängerzone.  Gelegen ist es in der Brunnengasse 11 (hinter dem Müller).  Es hat uns so gut gefallen, dass wir Euch an dieser Stelle nun etwas davon erzählen möchten.
Schon vor dem Eintritt ins Lokal bekommt man mit, dass sich hier jemand ein ungewohntes, aber gemütliches, neues Konzept rund ums eigens hergestellte Craftbier überlegt hat. 


Woher stammt denn der ungewöhnliche Name überhaupt?



Das Wort „Bierhalle“ ist in unseren fränkischen Breiten ja eher ungewöhnlich und wir konnten damit eigentlich im ersten Moment nicht so viel damit anfangen. In Nürnberg kennt man eher ein Wirtshaus, nen Biergarten oder eine Gaststätte. Aber eine berühmte „Bierhalle“ kennen wir alle… das Münchner Hofbräuhaus. Seit dem 19. Jahrhundert gibt es deutschlandweit Bierhallen (offiziell: Gaststätten, die zu einer Brauerei gehören). 

Den Namen für die „Boeheim Bierhalle“ finden wir gut gewählt. Und wer oder was ist jetzt Boeheim? 

Das Boeheim Bier wird traditionell seit 1923 in Pegnitz (Oberfranken) gebraut. Seit 2016 wird es neu interpretiert und beeinflusst durch internationale Bierstile und Einflüsse (z.B. Stout, IPA….). Neben der Boeheim Bar kommt in der Bierhalle nun die Komponente von passenden Gerichten hinzu.


Freitag, 14. Oktober 2016

Korean Pop Up Restaurant Ssam Ssam in Nürnberg



Derzeit gibt es ein tolles, neues koreanisches Restaurant in Nürnberg. Bevor Ihr weiterlest und denkt: ach, da gehe ich nächstes Jahr mal hin. Nein nein... lest bitte weiter und überlegt nicht zu lange. Es handelt sich hierbei um ein Pop-Up-Restaurant, das heißt, dass es dieses nur kurz gibt. Und zwar: 

 korean pop up restaurant Nürnberg

Montag, 26. Januar 2015

Winter-Foodtruck-Round Up in Nürnberg - Allgemeines

Am Samstag, den 17. Januar 2015 versammelten sich Tausende (man munkelt so etwa 10 000) hungrige Foodtruck-Fans an der Messe Nürnberg.



Bereits im Vorfeld hatte ich ja das Round-Up als Terminempfehlung auf meiner facebook-Seite empfohlen. Dabei musste ich feststellen, dass im Bundesgebiet nicht jeder genau weiß: Was ist ein Foodtruck? Wie funktioniert das? Wo kann ich da essen? ....?

Aus vergangenen Zeiten kennt jeder als "Foodtruck" nur den ein oder anderen Hähnchen- und Haxengriller oder Imbisswagen. Doch wäre nie jemand auf die Idee gekommen diese mit dem Wort "Foodtruck" zu belegen.
Seit geraumer Zeit hat sich dieses Konzept der umherfahrenden Genussversorger auf vier (oder mehr) Rädern aber sehr gewandelt... und wie ich finde: sehr ins Positive. Eine tolle Bereicherung der kulinarischen Landschaft Deutschlands!


Am bekanntesten sind wohl die New Yorker Foodtrucks. Ein Lokal zu eröffnen ist oft eine teure Angelegenheit, v.a. wegen Miete und Fixkosten. In New Yorker Business-Vierteln ein kaum bezahlbares Unterfangen! So bruzzelt, bäckt oder kocht man eben in einem mobilen Verkaufsstand, der direkt vor Bürogebäuden mit großer Frequentierung geparkt werden kann. Die Kunden holen sich schnell ihr Streetfood (alleine schon an den Wörtern merkt man die Herkunft) und ziehen wieder von Dannen. In TV-Magazinen gab es zu diesem Thema schon den ein oder anderen interessanten Beitrag. Sehr empfehlenswert! Auch wie ein Foodtruck (Chivito) entsteht, gab es erst vor wenigen Tagen auf Kabel 1 zu sehen.

Kurzum: Du brauchst einen umgebauten Truck (Schulbus, Paketwagen, ....), dem eine Küche und Verkaufsstelle als neues Herz implantiert wird. Du brauchst ein leckeres Konzept, dass dich von anderen unterscheidet. Du brauchst gute Zutaten, eine große Portion Herzblut und schon kanns losgehen.

Die Metropolregion Nürnberg entpuppt sich immer mehr zu DEM Mekka für Foodtrucks und deren Fans und so ist es auch kaum verwunderlich, dass Foodtruck-Round Ups (alle Foodtrucks an einem Ort) zu einer festen Größe mutieren und richtigen Kultstatus erlangen. Kultstatus heißt aber auch, dass es immer mehr Menschenmassen anzieht und die Wartezeit in der Schlange immer länger wird (ab 13 Uhr gab es Schlangenstehzeiten von eineinhalb Stunden). Foodtrucks wie Ribwich, Wurst Durst, Guerilla Gröstl, Swagman, Pasta Laster, Burrito Bandito, Donutfactory... oder der Goud (Aussprache so wie man es liest!) mit seinem "Heimatweggla" mutieren zu Kultinstitutionen.


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An dieser Stelle muss ich feststellen, dass der Post hier vieeeeeeeeel zu lang wird, das heißt! Es gibt einfach einen zweiten, in welchem dann die einzelnen Leckereien im Test zu finden sind. Hier also "nur" Allgemeines zum Round-Up! Die kulinarische Testerei ist im nächsten Post und zwar hier!
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verschwommen, weil in Action
Jumbo verlangsamte so manche Schlange





















Vielleicht wäre etwas weniger Werbung besser gewesen, doch warum nicht Werbung machen? Sogar die Bildzeitung und diverse Fernsehsender machten schon im Vorfeld mobil und drängten unbedingt hinzugehen. Nicht zuletzt, da auch Tim Mälzer mit seinem neuen Foodtruck (der Foodtruck war dann doch noch nicht fertig, aber der Tim war anwesend) und Jumbo Schreiner, als Gäste ausgepriesen worden waren. Ja, beide waren da.
Durch Jumbos Dreharbeiten fürs Fernsehen wurden manche Trucks für knapp 20 Minuten total außer Gefecht gesetzt, was die Schlangesteher natürlich riesig freute...




 Tipps fürs Gehen auf ein Round-Up: 

Tipp 1 aus Erfahrung: Geh niemals spät zu einem Round-Up! Der frühe Vogel fängt den Wurm (in dem Fall: köstliches Streetfood)! Von 12 - 20.00 Uhr fand am 17.01.2015 das Winter-Foodtruck-Round Up mit knapp 25 verschiedenen Wägen statt.
Wir waren gleich am Anfang dort und konnten so gar eine Runde drehen, bevor wir gleich etwas da und dort orderten. ;) Erfahrung der "gebrannten Round-Up-Kinder" vom letzten Mal als wir leer ausgegangen waren! Neben den langen Anstehschlangen kann es auch ein Problem sein, dass die Trucks ausverkauft sind!

So sah es gegen 12.45 Uhr aus als wir beim letzten Truck anstanden - schon ganz schön voll, oder?


Tipp 2: Hole dir am einen Truck eine Probierportion und stelle dich damit gleich am nächsten Wagen an und checke im Vorfeld welche Trucks du als Erstes probieren willst.

Tipp 3: Zieh dir eine Hose mit großen Hosentaschen an und versorge dich gleich mit Getränken, die du in den Hosentaschen aufbewahren kannst, wenn du dein Streetfood isst. Ja, auch an den zahlreichen Getränkeständen gab es wohl lange Schlangen.

Tipp 4: Geh niemals alleine! Suche dir immer einen Haufen an Freunden/Bekannten, mit denen Schlange stehen Spaß macht und zum eigentlichen Event wird :) 


Komplimente an das Round-Up-Team: 

Kompliment 1: Die neue Location ist top! Überdacht, kein schlammiger Boden mehr! Eine Parkgebühr von 2 Euro super! Die Erreichbarkeit mit den Öffentlichen perfekt!

Kompliment 2: Die neu eingeladenen Trucks bereicherten die Veranstaltung sehr gut!

Kompliment 3: Danke, dass Ihr kein Eintrittsgeld verlangt! Mir wurde erzählt, dass im München bei der letzten ähnlichen Veranstaltung 6!!! Euro verlangt wurden.

Kompliment 4: Das Prinzip mit den Probiergrößen ist super! Wenn man sich zu zweit an jeden Truck eine Portion der Probiergröße teilt, kann man sich gut durchprobieren. (Gesetzt dem Fall es gibt keine ewig langen Anstehschlangen)

Kompliment 5: Die Auswahl des Schanzenbräu als Bierlieferanten! Kultbier zu einer kultigen Veranstaltung! Top! Allerdings hätte ich mir eine andere Softgetränkemarke gewünscht (wie wäre es z.B. mit Now vom Lammsbräu oder PURE vom Riedenburger Brauhaus)

Kompliment 6: Wir hatten keine einzige Plastikverpackung in Händen, selbst Besteck war aus Holz. 

...und so siehts aus, wenns schmeckt!

 

großes Kompliment an alle Trucks: 

Es hat uns super lecker geschmeckt! Egal was wir probiert haben!!!! Respekt! 

(Hier unsere Streetfood-Kritiken im Einzelnen)


Wünsche: 

Wunsch 1 an den/die Veranstalter: Nicht mehr die Lautsprecherboxen neben die Kinderhüpfburg stellen. Vielleicht wäre es praktikabel "Show-Acts" zu integrieren, dass die Wartezeit an den Schlangen Spaß macht.

Wunsch 2: Noch mehr Foodtrucks einladen und die Foodtrucks im Vorfeld bitten/ihnen als Auflage geben, dass sie nicht "rumkünsteln", sondern maximal zwei Probiergerichte anbieten (und nicht das gesamte Repertoire), die sie zackzack ausgeben können (bei den erfahrenen Truckies funktionierte das ja schon ganz gut, z.B. mit zwei Ausgabereihen). Es gab soviele Leute in meinem Freundes- und Bekanntenkreis, die hungrig am Nachmittag oder Abend hingegangen sind und hungrig und enttäuscht wieder nach Hause).

Soooo, nach soviel Foodtruck-Schreiberei hab ich jetzt Hunger auf Foodtruck... ich fahr dann mal zum Guerilla Gröstl (mein Lieblingswaggerl derzeit). YummieYummieNomNom!


Das Sommer-Round Up ist hiermit hochgradig empfohlen! Vielleicht sehen wir uns dort ja! Und denk dran: 

Round-Up ist super, wenn du vorbereitet bist! :) 

Die probierten Sachen im Test folgen morgen!


PS: Und wer nicht bis dahin warten möchte.... es gibt jetzt auch eine kostenlose Foodtruck-App fürs Handy (allerdings nur für Iphone und Android *heeeeeeeul*), die Euch auf dem dem Laufenden hält, wo in Eurer Nähe sich gerade ein leckeres Fahrgestell befindet! So könnt Ihr in aller Ruhe die gewünschten Foodtrucks durchtesten!

HABT IHR SCHON ERFAHRUNGEN MIT FOODTRUCKS? ODER SOGAR MIT EINEM ROUND-UP? ERZÄHLT! Ich bin gespannt!


PPS: Danke schon mal an Tanja für das ein oder andere Foto, das sie mir bereit gestellt hat und für Ihre Meinung! Danke!

Montag, 19. Januar 2015

Restaurant im Test: Kuhmuhne - die Burgerbar in Nürnberg

Wenn man an einem Restaurant vorbeifährt und der Beifahrer noch fünf Minuten später über den Restaurantnamen siniert und kichert und dann auch noch Kritiken im Internet neugierig machen auf diesen einen neuen Burgerladen.... spätestens dann sollte man sich auf den Weg machen - hinein in die "Kuhmuhne - die Burgerbar" in Nürnberg in der Weintraubengasse. (Öffnungszeiten:

Schauen wir uns den Laden mal näher an:
+ Bei Eintritt fühlt man sich gleich wohl. Die Farbstimmung und die Einrichtung sind super schön gelungen. Es gibt sehr viele Beleuchtungsmittel - sprich Lampen - sprich Glühbirnen -  doch es ist Wohlfühllicht.
+ An den Wänden befinden sich Kuhfellimitatfliesen. Es gibt viele unterschiedliche Sitzmöbel und viele kleine Nischen, sodass man sich einfach wohlfühlen kann in seiner kleinen Sitzeinheit.

Wohlfühlatmosphäre


+ Was noch auffällt ist die "offene Küche", die - hinter einer langen Bar versteckt - einfach in den Raum mitintegriert ist. Die Köche müssen sich also nie einsam fühlen und außerdem hat man das sichere Gefühl was/wie gearbeitet wird.

++ Die Karte ist phantasievoll gestaltet - ebenso wie die Gerichte. Bis hierhin alles sehr einladend - oder?

phantasievolle Burger und Karte


+ Ein großes, dickes Plus erhält die Kuhmuhne für angebotenen Getränke: neben den - fast schon - obligatorischen Fritz-Kola-Sorten haben sie auch "Pure"-Limonaden vom Riedenburger Brauhaus. Love them!!!! Wer möchte kann auch gerne Cocktails haben, da wir uns ja immerhin auch in einer Bar befinden. 


Jetzt zum Herzstück der Burgerbar: dem Essen!

Wir hatten einen Cheeseburger:

Cheeseburger


















und einen Mexi: 

Mexi



















+ Im Laden wird damit geworden, dass alle wichtigen Zutaten wie Fleisch und Gemüse aus der Region kommen (der Name des Metzgers wird auf der Facebook-Seite sogar genannt).
+ Das Fleisch war nicht so fein geschreddert, sodass man richtig was zu beißen hatte und alles war auf den Punkt Medium gebraten.
+ Die Kombination der Zutaten auf dem "Mexi" hat sehr gut geschmeckt.
+ Vegetarischen Burger haben wir keinen probiert, aber die Kombinationen hörten sich super an.
+ Die Buns (die Semmel) war sehr hart, geschmacklich aber gut.
+ Die Pommes waren geschmacklich gut und auch passend zubereitet.
+ Die Burger sind preislich absolut nachvollziehbar veranschlagt.

Fazit: Grundzutaten, Bratgrad, Kombination, Preis, Ambiente --> gut



Jetzt kommen wir zu dem Aber (sie aber deutlich schwächer als die +!):
- Zum Einen finden wir, dass die Cocktailsoße, welche auf beiden Burgern war, die Gesamtkomposition eher gestört als unterstützt hat. Sie hatte keine persönliche Note, wirkte wie eine aus der Packung oder einfach ein Vermischen von Ketchup und Majo. Die Soßen/Dips in einem Burgerladen machen sehr viel vom Wiedererkennungswert aus. Daran sollte dringend noch gearbeitet werden. Auch das Ketchup und die Majo auf dem Tisch waren fad.

- Zum Anderen fanden wir die Portionsgröße der Pommes zwar passend (mit dem Burger zusammen eine richtig satt machende Portion), allerdings da man die Pommes als Beilage extra für 2,50 Euro bestellen muss, hinkt (unserer Meinung nach) die Portionsgröße etwas. Würde man die Burger 50 Cent teurer machen und 2 Euro für die Pommes verlangen, wäre das Hinkebein im Kopf zufrieden gestellt.

- Kleiner Extra-Minus-Punkt: der Espresso im Nachhinein schmeckte gar nicht (wässrig, keine Crema). Eventuell ist die Maschine nicht richtig eingestellt oder die Qualität der Bohnen nicht passend.

Was mir noch aufgefallen ist: am Tisch rechts neben uns hat eine Frau einen Antipasti-Burger ohne Brot mit Salat als Beilage bestellt (ist das dann noch ein Burger?), am linken Tisch wollte eine andere Frau vom Kellner wissen, ob es denn noch etwas Anderes als Burger gäbe. --> Vielleicht sollten einfach noch zwei/drei "andere" Dinge angeboten werden. Ich muss aber auch sagen, dass es gute vegetarische Burger gibt und diese sind auch für Nicht-Burger-Menschen sicherlich lecker.


Fazit:
+ Eine Bereicherung der Nürnberger Burgerlandschaft
+ Grundzutaten gut
+ Wohlfühlatmosphäre


- bei den Soßen fehlt (noch) die besondere Kuhmuhne-Note


--> Ein guter Laden sowohl für die Joko-und-Klaas-Fan-Generation, vor oder nach oder statt dem Club-Besuch als auch für Gut-Essen-Woller vor oder nach dem Einkauf in der Nürnberger Altstadt. Die Lage in der Innenstadt (Nähe Hauptmarkt) ist super.


Sonntag, 26. Oktober 2014

Zwei auf Reisen - Teil 4 - Amsterdam

Dies ist der letzte von vier Teilen. Ich habe Euch ja bereits in Berlin, in Hamburg und an der Nordsee begrüßen dürfen. Heute gehts in die Niederlande, genauer in die heimliche "Hauptstadt".

Gracht Adam
aufgenommen bei einer Grachtenfahrt
Für jemanden, der eher im Hügeligen zu Hause ist, war das schon eine spannende Angelegenheit. Auch die Lebensweise - oder sagen wir besser das Lebensgefühl - der Amsterdamer hat mich nachhaltig beeindruckt. So entdeckte ich unter anderem diese Besonderheiten (für mich):

- In der Zeit, die wir dort verbracht haben, habe ich kein einziges Mal einen Krankenwagen, Polizei- oder Feuerwehreinsatzwagen fahren sehen oder gehört.

- Es gibt kaum Mülltonnen am Straßenrand. Der meiste Unrat wird durch unauffällige öffentliche Müllsammelstellen ins Unterirdische  entsorgt.
 
so stellt man sich Amsterdam vor, wenn man noch nie dort war, oder?

-  Ständig sieht man jemanden - egal welchen Alters, Geschlechts, Standes - wunderschöne Blumen an einem der zahlreichen Blumenkioske kaufen... Am besten noch schwups in den Gepäckträger des Fahrrads eingeklemmt. Dieser Umstand machte das Stadtbild soooo schön farbenfroh.

- Was ich außerdem sehr selten gesehen habe, - im Vergleich zu deutschen Städten - sind Arztpraxenschilder und Apotheken. Gut, Ibuprofen und Kollegen kann man im Drogerie- oder Supermarkt erwerben, aber hier bei uns ist - gefühlt - in jeder Straße mindestens ein Arzt beheimatet.

vierstöckige Fahrradparkgarage vor dem Bahnhof - immer noch zu klein

- Straßen-, UBahn- oder Busfahren ist eine lustige Angelegenheit. "Piepiep" Mit einem fröhlichen "Piepiep" muss man mit seinem Fahrticket einchecken und beim Verlassen des Gefährtes wieder "Piepiep" auschecken. (mir ist übrigens kein einziger unfreundlicher Fahrer begegnet!!! Räusper) Also in den A-damer Öffentlichen piepiept es dauert und die meisten sitzen mit ihrer Karte in der Hand drinnen. "Piepiep" "Piepiep"

- Statt einem Schrebergarten schafft sich der A-damer lieber ein Hüttchen am Meeresstrand an. Beweis siehe Foto:

holland nordsee
holländische Version des "Wochenend-Schrebergarten"-Häuschen (bei Zandvoort)

In fremden Ländern zieht es mich magisch in den Supermarkt.
In A-dam konnte ich in den "Albert Heijn"s eine ganz besondere Eigenheit ausmachen... So ist beispielsweise der gesamte Supermarkt rundherum mit Kühltheken ausgestattet. Es gibt Unmengen von Vorgeschnittenem... egal, ob Obst, Gemüse, Fleisch oder auch schon zusammengestellten Kombinationen von Vorgeschnittenem oder oder oder... kurzum... bevor man am Abend nach Hause geht, holt sich der Durchschnitts-A-damer sein Vorgeschnipseltes, geht nach Hause und bereitet es sich zu... Plastik aufreißen und rein in die Pfanne... Tiefkühltheken gibt es hingegend verschwindend wenig.
Hin-Fahr-Riesensupermärkte wie bei uns konnte ich außerdem keine entdecken. 

Hab mich in die schönen Holland-Fahrräder verliebt!


Einkaufstipp: 
Eigentlich hätte ich ja erwartet, dass es viele kleine, verrückte Geschäftchen quer über die Stadt verteilt gibt, aber leider war dem nicht so. Man musste schon richtig suchen, dass man besondere Lädchen findet. Einer ist mir besonders ans Herz gewachsen.

"The New Label Project"(Rozengracht 75): Das Konzept dieses Ladens gibt es auch in anderen Städten, aber hier finde ich es sehr charmant umgesetzt. Verschiedene aufstrebende Designer (Schmuck, Lederwaren, Kleidung...) mieten jeweils einen 1x1 Meter Kasten. Diese Kästen sind übereinander gestapelt und so kann man quasi in 30 Läden in einem Laden gehen... ich hab mich dort in einige, sehr besondere Schmuckstückchen verliebt... und natürlich mit nach Hause genommen. 



Kulinarische Tipps: 
- Ein feines Cafe mit französischem Touch gefällig? Dann ab ins "De Laaisie Kruimel" (Langebrugsteeg 4). Eigentlich wollte ich den Köstlichkeiten dort ja widerstehen und bin immer straight dran vorbeigelaufen, aber ich konnte diesen saftig-sauereimäßigen Schokoladenkuchen (Mitte hinten rechts auf dem Foto) nicht vergessen und so musste ich nach Tagen nochmals hin und ihn mir holen. Sowas kann keine Sünde sein! Er war - wie erhofft - phänomenal!!!

Pikante Quiche und Co. gibt es und...
...auch Süßes.










- Am Abend empfehle ich einen Besuch beim Koreaner: "Miss Korea"(Albert Cuypstraat 66 HS) bietet hervorragende Qualität und ein All-you-can-eat BBQ. Keine Ahnung, wer das erlaubte Maß komplett schafft. Wir lieben ja Koreanisch mit den vielen Töpfchen und Tiegelchen. Im Miss Korea gab es außerdem noch an jedem Tisch einen eingebauten Grill, auf dem man selbst sein Fleisch bzw. den Fisch grillen kann. Hochwertige Lebensmittel und sehr freundliche Bedienung! Bitte vorher einen Tisch reservieren und auf die ungewöhnlichen Öffnungszeiten achten!!!

- Unbedingt gegessen haben sollte man Pommes frites (Vlaamse frites). Die gibt es aber auch an vielen Ständen überall in der Innenstadt. 


Touristentipps: 
- Holt Euch unbedingt die Amsterdam-Card, die es ja mittlerweile in vielen Städten gibt. Der Eintritt in die Museen(kostet durchschnittlich sonst 20 € pro Museum) und kostenlose Fahrt mit den Öffentlichen ist dann mit einem Mal erledigt. (Nur das "Piepiepen" beim Aus- und Einsteigen darf man auf keinen Fall vergessen!!!) Das Reijksmuseum hat mir übrigens besser gefallen wie das Van Gogh-Museum.

- Ihr müsst unbedingt ans Meer (Zandvoort und Umgebung) fahren. Es ist mit dem Auto in 15 - 20 min erreicht! Das ist doch nix, oder?

Holland Meer
Muscheln am Strand bei Zandvoort

- Wer mit dem Auto anreist, muss dringend ein Park&Ride aufsuchen, denn Parkplätze in der Stadt sind für einen längeren Zeitraum kaum bezahlbar. Wir - also unser Auto -  waren im Parkhaus direkt unter dem Olympiastadion. Man kann beim Park&Riden in A-dam soooo unendlich Viel falsch machen. Lasst Euch das Prinzip dringend!!! von jemandem auf Deutsch erklären, der sich damit bereits auskennt. Es lohnt sich dabei alles richtig zu machen, denn 1 Euro am Tag oder 50 Euro sind schon ein großer Unterschied, oder?


Fazit: Anfänglich hat mich das stets fröhliche, dauergrinsende Gemüt der A-damer echt irritiert und - ich würde fast sagen - geschockt. Doch dann musste ich feststellen, dass dies nur an den überraschenden Sonnentagen (waren ja heuer im August recht wenige) lag. Schön ist, dass jeder - wirklich jeder - herzlich Willkommen ist - immer und überall. Jeder Holländer spricht Englisch.

--> Wir kommen wieder. Nicht zuletzt wegen der beleuchteten Autobahnen. ;)



Möchtet Ihr nochmals unsere Eindrücke von den anderen Reise-Teilen nachlesen, gehts hier entlang: 

Berlin oder Hamburg oder Nordsee

Sonntag, 19. Oktober 2014

Zwei auf Reisen - Teil 3 - Nordsee

Da wir ja im hügeligen Franken - fernab von Meeren und großartigen Seen - wohnen, beschlossen wir auf der Reise von Berlin nach Amsterdam mindestens eine Nacht an der Nordsee zu verbringen. Die romantische Traumvorstellung von einer strand/meernahen Pension mit roten Backsteinen und einem nostalgischen Reetdach trieb uns umher... Hotelzimmer hatten wir keines gebucht...

Nordsee bei Endzeitstimmung
Endzeitstimmung in Wilhelmshaven am Nachmittag
So fuhren wir von einem Ort zum anderen und stellten fest: Ohhhh, eine der zahlreichen Touri-Bettenburgen - mit Omnibussen aus heimatlichen Gefilden davor - brauchen wir nicht, da übernachten wir lieber im Auto! Fast schon entmutigt, entdeckten wir dann aber doch noch ein kleines Dorf, das uns bis heute in Verzückung gefangen hält. Es war einfach wunderbar dort! Die Luft, der Ort, das Meer, die Leute, das Essen... rundherum zum Wohlfühlen!
Zentrum des Fischerdorfes mitten in Ostfriesland ist ein ... Wir würden Dorfplatz hier sagen, aber es ist ein Platz rund um einen kleinen Fischerhafen gebaut. Seht selbst!

Neuharlingersiel - Hafen - im Hintergrund die Ablegestelle nach Spiekeroog

Neuharlingersiel - Janssen´s Hotel am Hafen


Der Ort heißt Neuharlingersiel! Ich kann ihn Euch nur empfehlen!
Und ein Glück! Es gab auch ein schnuckeliges 3-Sterne-Superior-Hotel namens "Janssen´s Hotel am Hafen" - genau an diesem schönen Plätzchen! Nichts wie rein! Und ein noch viel größeres Glück: es war genau ein Zimmer frei, da eine Familie vor etwa einer Stunde abgesagt hatte. Yiiiipiiiiieeeeh! Das Hotel ist nicht sonderlich hipp, modern oder extravagant. Nein, es ist authentisch, gemütlich, sehr ordentlich und sauber und einfach mit einer riesigen Portion ostfriesischer Gastlichkeit bestückt.

Das Essen bei Janssen´s können wir wirklich empfehlen. Der Fisch ist fabulös frisch. Ohne viel Schnickschnack gibt es hier köstliche Fischgerichte neben Fleischspeisen und vegetarischem Essen. Hier Eindrücke von unserem Mittagessen am Hafen, bei dem wir uns beide jeweils einen kleinen Sonnenbrand eingefangen haben ;) :

Mittagessen: Typisches für Friesland: Nordseekrabben auf Vollkorn


Gleich hinter dem Hafenplatz befanden sich der Deich und der Strand! Außerdem stellten wir fest, dass man von hier mit der Fähre zur Nordseeinsel Spiekeroog fahren konnte. Was ich unbedingt noch machen würde, wenn wir nochmals dorthinkommen... Mit einem Fischerboot zu den Seehundbänken fahren und die Tierchen beobachten.

Mittagessen: Fisch mit norddeutschem Kartoffelsalat - was will man mehr?


Nach einem köstlichen Abendessen mit frischestem Nordseefisch im Hotel... machten wir uns - mit Fotoapparat und einer Flasche Whiskey bewaffnet - auf zum Strand! Obwohl noch August war, standen wir da stundenlang bewaffnet mit Winterjacke, Winterschal und Wintermütze! Der Wind pfiff uns um die Ohren.





 

 

 

Impressionen von der Nordsee: 

gepflegter Nordseestrand
Strand bei Neuharlingersiel: mit betonierten Straßen, Polizeikontrolle und vielen Strandkörben

Nachts am Hafen
Nachts am Hafen in Neuharlingersiel

Möwe an der Nordsee

Herzlichen Dank möchte ich noch einem besonderen Lebewesen aussprechen! Gleich nach dem Dorfplatz wurden wir von einer super Bodyguard-Fremdenführer-Katze in Empfang genommen. Sie begleitete uns die ganzen Stunden des Nachts am Strand und versuchte uns nach allen Seiten hin zu beschützen bzw. vor Angreifern zu warnen. ;) Erst als wir wieder am Dorfplatz waren, verschwand sie wieder. Ein Erlebnis, das wir nicht so schnell vergessen werden. Und wer weiß, wenn Ihr mal nach Neuharlingersiel kommt, vielleicht begegnet Euch ja auch diese Bodyguard-Fremdenführer-Katze!

Links mit Blick Richtung Nordsee sitzt sie die ausdauernde 1A-Bodyguard-Fremdenführer-Katze


PS: Ostfriesischer Tee und ich werden wohl keine Freunde mehr :(

Wie wäre es mit einer Weiterreise nach Berlin oder Hamburg oder Amsterdam? 

Mittwoch, 15. Oktober 2014

Zwei auf Reisen - Teil 2 - Hamburg

Quasi auf Durchreise verbrachten wir eine Nacht in Hamburg. Durch die späte Ankunft und das frühe Wiederaufbrechen haben wir nicht soviel Zeit dort verbracht.

Der Hunger führte uns dorthin:

Ausschnitt aus dem Promi-Eckerl im Freudenhaus
Gespeist haben wir im "Freudenhaus" in/auf St.Pauli (Adresse: Hein-Hoyer-Straße 7-9, 20359 Hamburg). Nein, kein Etablissement! Aber gleich ums Eck der bekannten Etablissements. Ein nettes, etwas in die Jahre gekommenes Restaurant, was aber den besonderen Charme ausmacht. Es ist sehr rot-samtig gehalten, überall finden sich Engel und diverser Tand. Das Personal war super lieb und man spürte sofort den Hamburger "Schmäh" in der Luft.
Ich kann Euch das 300 g Kalbsschnitzel seeeeeehr empfehlen! Da ich grooooooooooooßen Hunger hatte, hab ich es geschafft komplett zu verputzen. Beispielhaft zeige ich Euch hier auf dem Foto die Vorspeise meines Mannes:

Vorspeise im Freudenhaus: Ziegenkäse mit Speck umwickelt auf Salatbett


Hamburgs Hafen bei Nachtbetrieb
Sehr zu empfehlen ist übrigens eine Hafenrundfahrt auf der Elbe bei einsetzender Dämmerung. Schon bei Tageslicht ist der Hafen für Landmenschen beeindruckend, doch zu später Stunde im Lichtspiel war das Ganze noch viel beeindruckender.

Und ein absolutes Muss für jeden Hamburg-Touri sollte ein Besuch über den Dächern Hamburgs zu nächtlicher Stunde sein: in der (Cocktail-)Skyline-Bar des Empire Riverside Hotels Hafen: "20up". Bitte reserviert vorher einen Tisch am Fenster... wir mussten ganz schön lange auf einen Tisch überhaupt warten. Die Cocktailpreise liegen so bei plus/minus 10 Euro. Fotoapparat bitte nicht vergessen!

Impressionen aus Hamburg:

20up Bar Cocktail
Ausblick von der Skyline-Bar 20up

Foto aus dem Hotelzimmer - wie schön kitschig mit dem Mond *zwinker*

Neuzeit-Dinosaurier am Hamburger Hafen


Eine Weiterfahrt nach Berlin oder an die Nordsee oder nach Amsterdam gefällig?





Dienstag, 7. Oktober 2014

Zwei auf Reisen - Teil 1 - Berlin


Reisen? Oh weh, ein Reisebericht? Neee.... in mehreren Teilen möchte ich Euch blitzlichtartig interessante Eindrücke, Momente von unserer Tour erzählen.

Blick aus dem Hotelfenster bei Nacht (auf den Potsdamer Platz)

Heute befinden wir uns in Berlin, wo ich auf meine geschmackliche Entdeckung des Sommers zufällig gestoßen bin... eines Tages touristete ich mich so durch die Straßen Berlins (während mein Mann arbeiten musste) und stand auf einmal vor dem Lafayette. Von einer Freundin wusste ich, dass man dort nicht vorbeigehen darf ohne im Kellergeschoss die Feinkostabteilung besucht zu haben - und sie hat sowas von recht!

Von unheimlich deliziösen Macarons (die mochten wir bis dahin eigentlich gar nicht) bis zum Tiefkühlhighlight kann man dort so einige Köstlichkeit erstehen. Doch im Kellergeschoss angelangt, trieb mich dieser wunderbare Geruch nach frischem, gebratenem Fisch zu den Ständen, an denen frisch gekocht, gebraten, gegessen und getrunken wurde. Der Fischstand überduftete bei weitem dem Fleisch-Wein- und den Asia/Sushi-Stand. Da es schon etwas nach Mittag war, ließ ich mich auf prompt dort nieder und bestellte, das Superangebot zum Beginn der diesjährigen Muschelsaison. "Moules frites" mit einem Gläschen Mescadot für 15 Euro.

"Moules frites" besteht aus einem Topf in einem köstlichen Sud aus Weißwein, Brühe, Lauch, Sellerie, Karotten, Zwiebeln gekochten Miesmuscheln und einer Portion Pommes Frites. Hört sich seltsam an? Ja, aber schmeckt super! Und die Miesmuscheln waren an sich schon eine Offenbarung. Man sagte mir, dass sie ganz frisch aus der Bretagne importiert worden waren. Kööööööööstlich! Aber einen solchen Topf zu schaffen, das ist schon eine ganz schöne Herausforderung!

Moules frites mit einem Gläschen Mescadot im Lafayette in Berlin

Nach zwei Tagen hatte ich schon wieder Sehnsucht und Gott sei Dank hatte ich nochmals die Gelegenheit in Amsterdam in einem Lokal "Moules frites" zu essen. Da war die Qualität der Muscheln etwas schlechter, dafür die Pommes "belgischer" (wenn Ihr versteht was ich meine) und es gab drei Soßen (Majo, Cocktail und xyz) dazu. Und jaaaaaaa.... Moules frites! Ich könnte defintiv schon wieder und bin schon auf der Suche nach einer geeigneten Möglichkeit hier in meiner Umgebung!





Impressionen aus Berlin: 



hat was, oder?





Vor dem Bundespresseamt


Ein selbstmordgefährdeter Apfel auf einer der zahlreichen Berliner Brücken


im Auswärtigen Amt (beim Tag der Offenen Tür)

hat nicht ganz geklappt mit dem apfeligen Fernsehturm ;)

Was es mit dem Apfel auf sich hat? Hier erfahrt Ihr mehr. Wahrlich keine schöne Geschichte!


Weiterreisen? Vielleicht nach Hamburg, an die Nordsee oder nach Amsterdam?




Sonntag, 10. November 2013

WONKA - Geschmackserlebnis in Nürnberg aka waren da nicht Give-Away-GewinnerInnen?

Heute möchte ich dir von einem kulinarischen Erlebnis der besonderen Art berichten.
Da der Geburtstag meines Mannes anstand und wir diesen nicht groß mit einer wilden Meute feiern wollten, überlegten wir uns stattdessen ein richtig gutes Lokal in Nürnberg auszukundschaften und so ging die Suche im Internet mit Sternen und Punktebewertungen los. Die erste Idee "Essigbrätlein" mit zwei Sternen, doch da sich a) auf unsere Anrufbeantworter-Ansprache niemand gemeldet hat und b) die Besucherkritiken zunehmend schlechter zu werden schienen suchten wir eine Alternative zu diesem Nürnberg-"Klassiker". Mit der Melodie von Charlie und die Schokoladenfabrik im Ohr (Willi Wonka) entschieden wir uns schließlich für das WONKA in St. Johannis. Der Telefonkontakt war schon sehr wohl wollend und zufriedenstellend und so stieg die Vorfreude.

Die Taxifahrt dorthin war bereits sehr amüsant, da unser Fahrer in einem adäquaten Lokal dem "Koch&Kellner" jahrelang gearbeitet hatte und uns schon erzählt wie toll und lecker es im Wonka wäre und dass wir gut gewählt hätten.

Die Ankunft war etwas unpompös. Anders als erwartet war die Lokalität von außen mehr als schlicht. Sie würde einem so niemals auffallen.
Der Empfang durch den bretonischen Kellner war sehr herzlich, die Athmosphäre warm. Doch wie es schon das Äußere vermuten ließ, war das Innere mehr als schlicht und reduziert.

Hintendran gab es noch einen Bereich, der wie ein Wintergarten wirkte und ebenfalls sehr gemütlich.

Zur Auswahl gab es zwei verschiedene - monatlich wechselnde - Menüs: ein Vier-Gänge und ein Fünf-bzw.-Sechs-Gänge-Menü. Wir entschieden uns für das 4 Gänge-Menü... im Monat Oktober 2013 ;-)

Zunächst kredenzte man uns ein Brot mit Fenchelsamen, getrockneten Tomaten bzw. Speck mit einer gepimpten Butter und zweierlei Salzen... schon das ließ für das Folgende Großes erahnen.

So gaben wir uns dem Genuß hin und versanken in ein Meer an impressionistischen Geschmackseindrücken, die ohne großes Schi-Schi zubereitet waren, aber mit großem handwerklichen Geschick und einem Wollen, das eigentliche Produkt als Hauptdarsteller herauszuarbeiten. Respekt!


Amuse Geule: 

Federweißer mit Federweißerespuma darauf und einem kleinen Stück Zwiebelkuchen

--> Federweißer und Zwiebelkuchen kennt man als Duo... aber beides war 1A zubereitet und der (oder die?) Espuma gab dem ganzen eine faszinierende Rafinesse.

1. Gang: 

auf einem Strich Pesto gabs Steinpilz-Gemüse mit Rucolasalat und knusprig gebratener Wachtel

--> frisch, knackig, köstlich, verwegen hats geschmeckt

2. Gang: 

Zander auf Limettengelee und Gemüse mit frittiertem Fenchel und Brunnenkresse-Brokkoli-Salat umspielt von Zitronenmarmelade und Mayonnaise

--> die Zitrusnoten haben uns durch ein erfrischendes Geschmackserlebnis geführt, bei welchem gewisse erdverbundene Komponenten (Brunnenkresse und Brokkoli) ihre wohlwollende Standhaftigkeit verliehen haben

3. Gang:

Kalbsrücken mit Karotten-Rosinen-Gemüse und Wildkräutersalat

--> Klassisch(Fleisch), doch der Gaumen wurde durch das Karotten-Gemüse angestachelt genauer hinzuschmecken... mmmmhhhh...

Dessert:

Schokoküchlein aus dem Kühlschrank auf Knallbrauseboden mit Pfeffer-Vanilleeis und marinierten Kirschen

--> der Knallbrauseboden war wie ein Kinderstreich in einem erwachsenen Arrangement - Pfeffereis? Wow... Die Kombi - Wow!

Zu unserer großen Überraschung gab es nach dem Dessert nochmals einen geheimen Gruß aus der Küche - deklariert als Petit fours:

Erdbeerespuma auf Krokant mit einem warmen Waffelherz




Passend zum Essen gab es ein begleitendes Weinmenü, dieses testen wir natürlich auch und es hat unser Menü perfekt abgerundet. Es gab edelste Tropfen aus Baden, Frankreich, Südtirol... einer besser als der andere... Die eigentliche Weinkarte umfasste ca. 20 Seiten mit köstlichsten Tropfen - vom Geheimtipp bis zum Klassiker!


Zum Preis ist nur zu sagen: absolut angemessen. Natürlich gab es Preise, die höher waren als jedes Sonntagsausflugsrestaurant, aber das ist auch eine andere Art und Weise zu Speisen.
--> Dieses große Handwerk und Geschmackserlebnis ist jeden Cent wert.

Der Kellner war genauso wie man sich seinen Traumkellner basteln würde. An jedem Tisch agierte er genauso wie es passend war: wer mehr erfahren wollte, durfte mehr über Essen oder Weine erfahren. Wer in Smalltalk schwelgen wollte, fand einen angenehm interessierten Gesprächspartner und wer seine Ruhe haben wollte, bekam seine Ruhe... Ein wirklich charmanter, zurückhaltender und doch offener Restaurantfachmann, der einen geschickt durch den Abend begleitete. Ein großes Lob an ihn!

Im Nachhinein verstehen wir diese schlichte Reduziertheit der Inneneinrichtung, da so die Gerichte eventuelle Gemälde an der Wand perfekt ersetzen. Die Gemälde befinden sich auf dem Teller und nicht an der Wand.

Ich kann dem Wonka versichern, Ihr habt uns jetzt öfter an der Backe!
...und danke liebes Küchenteam! Ein großes Lob an Euch! 

PS: Der Name des Lokals ist der Name des Küchenchefs!

Eine telefonische Reservierung ist dringend notwendig!!!!

Fazit: Wer auf qualitativ hochwertige Produkte wertlegt, die außerdem super verarbeitet und kreativ präsentiert werden, darf dieses Restaurant nicht verpassen! Es ist kein Restaurant für jeden Tag, aber für jeden besonderen Anlass sehr zu empfehlen. Preis-Leistung absolut gerechtfertigt!


Adresse: Johannisstraße 38, 90419 Nürnberg
Telefon:0911 396215
Öffnungszeiten:
MontagGeschlossen
Dienstag12:00-13:30, 18:30-22:00
Mittwoch12:00-13:30, 18:30-22:00
Donnerstag12:00-13:30, 18:30-22:00
Freitag12:00-13:30, 18:30-22:00
Samstag18:30-22:00
SonntagGeschlossen



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Das Give-Away-Gewinnspiel ist rum.... Ich habe beschlossen, bei 500 Likes wird das nächste folgen... Also liken nicht vergessen...

Die Glücksfee von random hat zugeschlagen... Zweimal.... Herzlichen Glückwunsch den beiden Gewinnerinnen: Ihr werdet von mir eine Email erhalten... brauch ja Eure Postadressen. Der Rest darf nicht traurig sein, denn das nächste folgt (hoffentlich) bald! 

Gewonnen haben: Kathrin Zellner und und Tina von Pralinesurprise...

Mittwoch, 25. September 2013

Foodtour durch Frankfurt oder doch eine kulinarische Weltreise?

Mein hundertster Blogpost:
Frankfurt am Main
Ein paar Tage Urlaub in Frankfurt am Main hieß es im August für mich und für meinen Mann... ein paar Wochen dort arbeiten. Da ich bei den letzten Besuchen doch sehr viele der zahlreichen Touristenfallen und Sehenswürdigkeiten schon abgeklappert hatte, musste ich mir eine neue Beschäftigung bzw. eine Aufgabe stellen. Kulinarisch gesehen hatten wir bei vorausgegangen Besuchen regionale, frankfurter bzw. hessische Küche probiert...
Aus blogtechnischen Gründen begab ich mich quasi auf Fortbildung ;-). Da Frankfurt ja eine Multikulticity ist, setzte ich mir das Ziel möglichst viele "exotische" und auch erlesene Lebensmittelläden aufzusuchen. Mal erfolgreich, mal nicht so... aber seht selbst. Und von den kulinarischen Erlebnissen gibt es nun kurze Infos.

In jedem der Läden habe ich neugierig einen Beutel unterschiedlichster Lebensmittel erworben. Diese werden wohl nach und nach in meinem Blog auftauchen ;-) sei gespannt.

Ganz unten sind noch Restaurant-Bewertungen und ein Geheimtipp!


PERSIEN: Persische Lebensmittel:
- große Auswahl an verschiedenen Reissorten
- viele persische Gewürze und Konserven(z.B. Granatapfelsirup)
- Geheimtipp für Safran
- die in Hessen vertretenen, persischen Lokale sollen alle hier einkaufen
- sehr höflicher Händler

Lebensmittel Center Iran GmbH, Gutleutstr.320 , 60327 Frankfurt/M, Tel.: 069-24 24 8001, etwas versteckt, aber direkt neben einem gut sichtbaren Hotel



JAPAN: Japanische Lebensmittel:
- die Auswahl der Lebensmittel ist nicht riesig, aber das ein oder andere Besondere kann man hier entdecken, natürlich auch Sushi-Zubehör, Algen und Co.
- Auswahl an Sake ist ordentlich
- Geheimtipp für Pankomehl - nicht günstig, aber gut
- es gibt außerdem frisch zubereitetes Sushi zum Stehimbiss oder Mitnehmen

Superkato - japanische Lebensmittel, Kornmarkt 3, 60311 Frankfurt, Tel. 069 - 29 45 44, direkt in der Innenstadt



SÜDAMERIKA: Brasilianische und südamerikanische Lebensmittel: 
- Lage in einer Nebenstraße zur Fußgängerzone - gegenüber einem Parkhaus
- etwas seltsame Öffnungszeiten, aber sehr gutes Sortiment
- Geheimtipp: große Auswahl an Rum oder Spirituosen, die man so nicht findet, aber sehr gut sind
- es gibt auch einen Onlineshop

Ponto Brasil & Latino, Töngesgasse 7, 60311 Frankfurt, Tel: 069/21930683, direkt in der Innenstadt



USA/AFRIKA: nordamerikanische und afrikanische Lebensmittel:
Dieser Laden war leider ein Reinfall. Zwei Mal wollte ich rein, aber die Öffnungszeitenangaben stimmten nicht mit den wirklichen überein. Ein drittes Mal. Ähm, nein!
Adresse unwichtig!


Jenny´s Cupcakes: 
Um beide Filialen bin ich mehrmals herumgefahren, doch hatte ich wohl Pech, da die eine Filiale genau in der Woche sehr viel geschlossen war, da die andere geschlossen und ausgeräumt werden musste. Ich wollte doch unbedingt mal in einem Cupcake-Laden einkaufen. Davon stand leider nichts im Internet (weder facebook noch Homepage). Durch Zufall musste ich einige Tage später in einem Laden nebenan etwas besorgen und DA hatte die einzig verbliebene Filiale geöffnet. Etwas erschlagen war ich von den krassen Mädchenfarben, aber die Cupcakes waren sehr ordentlich gemacht. Die Qualität der Zutaten stimmt, wenn auch die Bedienung nicht recht freundlich war.
Schoko und Schwarzwälderkirsch waren sehr lecker

Jenny´s Cupcakes, Berger Straße 154, 60385 Frankfurt am Main,Tel: 069 37401761

 
Bitter & Zart (oder anders rum?): Das Leben hat zwei Schokoladenseiten
Ein sehr hochpreisiges, aber auch hochklassiges Café (z.B. Frankfurter Kranz-Minikuchen - entspricht einer Portion - 4,20 Euro - das Geld war er aber wirklich wert!) zum Wohlfühlen mit einem angeschlossenen und sehr sehenswerten Schokoladenfachlädchen. Niemals vergessen werde ich die zelebrierte Zusammenstellung und Verpackung der von mir gewünschten Pralinen. Ein wunderschöner Laden mit vielen schokoladigen Besonderheiten.
Nochmal kurz zu den Pralinen. Die Auswahl ist zwar riesig. Gemeinsam mit meinem Mann habe ich ca. 25 Pralinen nach und nach durchprobiert und wir mussten leider feststellen, dass oftmals die gleiche Masse im Inneren ist - vielleicht mit einer kleinen, kaum merklichen verschiedenlichen Zutat. Das war doch recht schade. Da habe ich lieber eine kleinere Auswahl, aber jede ist für sich gesehen etwas Besonderes.
Das Eis ist ein Geheimtipp. Ich habe Mango probiert und hatte das gefühlt in eine echte Mango hineinzubeißen. Richtig lecker!


Bitter & Zart Chocolaterie, Braubachstraße 14, FFM (Nähe Rathaus)


SPANIEN: Andalucia Restaurante:
Ein kleines zwei Zimmer-Wohnungslokal mit knallgelben Wänden... wir kamen hier durch die Empfehlung eines Arbeitskollegen hin. Auf den Fotos sieht man ein paar Dinge, die wir probiert haben. An sich war alles gut gekocht. Jeden Tag der Woche gibt es ein besonderes Angebot - bei uns gab es 6 verschiedene Tapas für 33,90 Euro(Montag). Gott sei Dank, hatten wir sie zu zweit bestellt. Alleine schafft man diese 6 kaum. Ein Essen wurde an unserem Tisch leider vergessen. Die Preise sind gehoben. Die Parksituation eine Katastrophe. Im Nachhinein war uns etwas sehr unwohl auf Grund des vielen Öls an allen Gerichten. (vom Studiwohnheim her weiß ich aber, dass dies typisch für Spanier ist) Tipp: Der Flan als Nachspeise ist köstlich!


Andalucia Restaurante, Konrad-Broßwitz-Straße 41,  60487 Frankfurt am Main, Tel: 069 773730



USA: Chicago - Meatpackers Frankfurt-Riverside (hiervon gibt es wohl zwei Filialen in FFM):
Die Athmosphäre - direkt am Main ist eigentlich recht nett. Gut amerikanisch gehalten mit abwischbaren Tischdecken und das Gefühl für amerikanisches Speisen stellt sich recht schnell ein. Günstig ist es nicht, aber wir haben das mal auf die exaltierte Lage geschoben. Das Personal war etwas verwirrt, aber sehr sehr und zuvorkommend.

Ich hoffe sehr, wir haben einen schlechten Tag erwischt. Die bestellte Vorspeise wurde einfach unterschlagen und die Bedienung wusste auch nicht warum, als sie mit den Hauptgerichten in der Hand am Tisch stand. Typisches Essen haben wir bestellt: mein Mann: Burger, ich: Spareribs. Mein Essen war leider echt schlecht. Fleisch war an den Knochen kaum dran und das Bisschen, das dran war, schmeckte uralt von einer massiven Rauch-BBQ-Soße erschlagen, die mir leider auch nicht so recht schmecken wollte. Der Burger war okay, aber leider auch nicht hemmungslos genial. Schade. Wir hatten uns wirklich auf v.a. viel und gutes Fleisch gefreut. Schade.

CMFR, Rotfeder-Ring 13, 60327 Frankfurt am Main


MULTIKULTI: Urban kitchen: Taverna Olive Grove: entspannt mediterran genießen:
Dieses Lokal kann ich wirklich empfehlen. Die ersten Tage sind wir immer drum herum geschlichen, weil es von außen doch sehr loungisch und stylisch wirkt. Aber an einem lauen Sommerabend haben wir uns auf deiner schnukkeligen Strandbarbank nähe Main (vor dem Lokal) niedergelassen. Das Personal kriegt an dieser Stelle ein riesen Lob. Nach zweieinhalb Wochen kamen wir nochmals und die Bedienung konnte uns exakt unseren Getränkewunsch runterrattern (auch die Weinsorte/marke). Respekt! 
Es gibt hier viele verschiedene Küchen in einem Restaurant. Zumeist findet man sehr köstliche griechische Gerichte auf der Karte, aber auch Italienisches, Burger usw. eigentlich ein schlechtes Zeichen, wenn man dabei an die mischmaschimultinationalen Pizzalieferdienste in den Großstädten denkt.  Alles, was wir gegessen haben, war vorzüglich zubereitet. Und innen im Lokal ist es recht heimelig, sauber und zum Wohlfühlen. Kann dieses Lokal wirklich nur empfehlen! 
Hierbei handelt es sich anscheinend um eine Lokalkette, in Frankfurt gibt es noch zwei weitere Filialen. Aber diese kann ich wirklich empfehlen! 
urban kitchen, taverna olive grove, speicherstraße 49-51, 60327 frankfurt, tel: 069 - 15249171



SÜDKOREA: Mein Geheimtipp für dich: Mr Lee - Südkoreanisches BBQ:
Wer südkoreanisches BBQ noch nie gegessen hat, MUSS hierher. Das Restaurant ist sehr launig ;-) und man hat das Gefühl als säße man in Seoul u.ä. in einem Lokal. Im Lokal ist es immer voll. 90% der Gäste sind Südkoreaner. Die Tapete muss man unbedingt genauer betrachten: Zeitungspapierblätter und darüber Seidenpapier. Schlicht eingerichtet - das trifft es am meisten. Das Lokal lebt am meisten von der Person der Chefin. Am besten bestellt man ein Hauptgericht, das am Tisch direkt von der Chefin gegrillt wird. Yummie. Ein leckeres Erlebnis! Man nimmt ein Salatblatt in die Hand, sucht sich aus den Schälchen dies und das zusammen, Reis und gibt etwas vom Fleisch/Fischhauptgericht darauf, faltet es und schwupps beißt man rein. Cool, cool, cool. Vergisst man so schnell nicht und alle Inhalte der kleinen Schälchen sind selbstgemacht und ohne künstliche und un-nütze Zutaten. Tipp: Am Tisch zu Grillendes bestellen!!! und Sake trinken
Das sind nur die "Standardbeilagen" zum Hauptgericht
Mr Lee, Gutleutstraße 153,  60327 Frankfurt am Main, Tel: 069/251198



...und regional-hessisch war ich auch noch unterwegs: Direkt vor der Heimfahrt war ich in der beliebten und sehr gut besuchten Markthalle(trotz Samstagmorgen, 9.00 Uhr) und habe zwei Päckchen Kräuter für die berühmte "Frankfurter Grüne Soße" gekauft.

Das war meine kleine Weltreise - und eigentlich war ich doch nur in Frankfurt.
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