Donnerstag, 11. Februar 2016

Emmerbrot - einfaches Brotrezept

Gleich vorausgeschickt: Dieses Rezept funktioniert auch mit Dinkel-Vollkornmehl.

Das Standard-Weißbrot ist so gar nichts für uns. Wir experimentieren gerne mit den diversen Mehlsorten. Auch einfachste Brotbackrezepte wie dieses werden so zu etwas Besonderem.  Emmerbrot essen wir alle viel zu selten. Probiert es einfach mal aus. 





Emmer ist neben Einkorn eine der ältesten kultivierten Getreidearten. Doch ist er fast in Vergessenheit geraten. Bis zu 3000 vor Christus lässt sich Emmer zurückverfolgen (Persien). Obwohl er zur Gattung des Weizens gehört, bleibt er vor allem in Deutschland dennoch ein „Nischengetreide“.  Das Höher-Schneller-Weiter-Prinzip passt nicht zum Emmer. Weizen ist deutlich ertragreicher und einfacher in der Handhabung. 

Gerichten verleiht er eine nussige, herzhafte Note. Auch im Bier macht er sich gut. Das Bier ist dunkel, trüb und herb. 

Ich persönlich mag ihn vor allem in der Vollkornvariante, gibt es z.B. von der Spielberger Mühle.
Das Wichtigste ist, dass die Griffe von Topf und Deckel hitzebeständig sind... sonst laufen sie Euch davon. Und vergesst nicht das Bemehlen des Topfbodens, sonst klebt der Teig fest! (hatten wir schon einmal ;) )

Hier nun ein sehr einfaches Brotrezept: 

Zutaten für einen großen Laib Brot:
-          500 g Emmer-Vollkornmehl (oder Dinkel-Vollkornmehl)
-          500 g Dinkelmehl (630)
-          1 Beutel Trockenhefe
-          3 gestrichene TL Salz
-          800 ml lauwarmes Wasser (nicht mehr als 30 Grad)
-          wahlweise noch eine Messerspitze gemahlener Koriander, Kardamom
-     wahlweise 100 g Walnüsse 


-          Eine ordentliche Prise Dinkelmehl


Zubereitung:
1.       Alles gut miteinander verkneten und etwa 5 Minuten richtig kräftig kneten
2.       Eine Stunde mit einem Küchentuch abgedeckt stehen lassen
3.       Nochmals vorsichtig durchkneten
4.       Und eine Stunde abgedeckt stehen lassen
5.       Einen am besten gusseisernen Topf/eine Cocotte MIT DECKEL in den Backofen stellen und alles auf 250 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen
6.       Deckel abnehmen, die Prise Dinkelmehl schnell und flächendeckend auf dem Boden des Topfes verteilen (Topf , Deckel und Backofen sollten noch seeeeeehr heiß sein!!!)
7.       Teig in den Topf plumpsen lassen und schnell Deckel aufsetzen und Backofen wieder schließen
8.       Eine Stunde mit Deckel backen





Habt ne gute Brotzeit!

Kommentare:

  1. Klingt, als würde sogar ich das hinkriegen.
    Liebe Grüße
    Claudia

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  2. Sieht ja total lecker aus. Kann man das Brot auch alternativ in einer Kastenform oder Ähnlichem backen? Ich habe leider (noch) keine Cocotte und die Töpfe eigenen sich nicht (weil Glasdeckel)?

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    1. Hallo Michael.
      Danke für deinen Kommentar. Ich hab unser Brot jetzt schon zwei Mal in einem hochwertigen, großen Topf mit Glasdeckel gebacken und hat beide Mal funktioniert... Ich habe auch keine Cocotte (leider) oder sowas. Es ist hat nur wichtig, dass die Griffe nicht aus Plastik sind.

      Liebe Grüße - vielleicht konnte ich dir weiterhelfen.

      Sonja

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  3. Ein total leichtes aber auch leckeres Rezept. Habe es mit Fenchselsamen, zerhackten
    Kürbiskernen u. kleingeschnittenen Karotten abgewandelt und im Bräter mit Glasdeckel
    Gebacken. Zum Schluss mit etwas Wasser bepinselt. Es wurde sehr kross, wie vom Profi
    Gebacken. Beim nächsten Backen werde ich versuchsweise den Römertopf verwenden.

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    1. Hallo lieber anonymer Kommentierer.

      Das freut mich, dass dir das Brotrezept auch so gut gefällt und v.a. das Brot schmeckt wie uns. Erst am Samstag habe ich gesehen und erfahren, dass man mit dem Römertopf wunderbar Brot backen kann :) Dann wünsche ich dir weiterhin viele, leckere Brote!!!

      Liebe Grüße, Sonja

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  4. Hallo Leute! Ich habe heute dieses Brot gebacken. 1x in einem normalen hochwertigen Kochtopf mit Glasdeckel und gleichzeitig in einem Jenaglasgeschirr. Ich habe wirklich ausreichend Mehl in die Gefäße gegeben, allerdings ist das Brot im Kochtopf kleben geblieben und ich musste es regelrecht herauskratzen, um Jena ging es etwas besser. Keine Ahnung warum das so war. Habe danach noch einmal gebacken, aber diesmal das Glasgeschirr mit Öl bepinselt, fürs Brot Roggenvollkornmehl, Dinkel,ehl und etwas Kammut genommen, mit Samen Körner und de, Brotgewürz von Sonnenhof verfeinert! das Brot ist echt der Hammer - vielen Dank für dieses tolle Rezept - es war der Knaller bei der Osterjause!!!

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  5. Hallo,
    ich würde das Brot auch gerne ausprobieren, weil es sooo knusprig aussieht, wie ich mir das wünsche.
    Was ist unter Schritt 1) der Zubereitung gemeint mit
    "....und 2 kneten. " ?

    Danke im Voraus und lG
    Steffie

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    1. Hallo Steffie!

      Danke für deinen Hinweis! Da ist wohl der Fehlerteufel durchs Rezept gelaufen. Ist jetzt ausgebessert. Hoffentlich schmeckt dir das Brot so gut wie uns! :)

      Gutes Gelingen! Und wenn du magst, freuen wir uns sehr über dein Feedback bzw. Foto nach dem Backen

      Viele liebe Grüße aus dem Kartoffelsack!!!

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  6. Vielen lieben Dank, ich probiere es aber mit einem selbst angesetzten Sauerteig (das dauert drei Tage) und dann später kommt alles in den Topf. Bin schon sehr gespannt und werde mich melden.
    Ein frohes neues Jahr !

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  7. Hallo, guten Abend !
    Als ich heute den Deckel meines gusseisernen Bräters nach 60 Minuten öffnete, war das Brot leider etwas schwarz (hab ein Foto gemacht ?!) Ich habe das Verbrannte abgeraspelt und es schmeckt uns trotzdem sehr gut. Sollte ich beim nächsten eher die Zeit oder die Temperatur verringern ?

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    1. Hallo Sevigne,
      soweit ich mich erinnere, hast du die Zusammensetzung dieses Brotes ja etwas verändert, daher ändert sich ja auch die Beschaffenheit. Aber mit probier es doch mal mit 10 Grad weniger und 5 Minuten weniger Backzeit (gusseiserne Bräter sind ja perfekte Wärmeleiter - unser normaler Kochtopf ist da nicht so der Profi ;) ) , wenn es nur leicht angeschwärzt war. *DrückedieDaumen* und Hauptsache, dass es geschmeckt hat :) alles Andere ist ja nur Feinabstimmung :) Gutes Gelingen für Backversion 2 ...

      liebe Grüße aus dem Kartoffelsack

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  8. Hallo!
    Ich finde deinen Blog super!
    Hab mir schon etliche Rezepte von dir "geklaut".
    Die Browniekekse zum Beispiel.
    Wenn ich Brot im Gusstopf backe, dann gebe ich immer Backpapier hinein damit der Teig/das Brot nicht kleben bleibt. Funktioniert super.
    Ich hatte nämlich auch schon mal das Vergnügen, das mir ein Brot vollkommen kleben blieb und genau da als ich Gäste hatte :( LG Eva

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