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Dienstag, 3. Oktober 2017

Reiberdatschi mit Schnittlauch-Dip


Herzlich Willkommen zum Kartoffeldienstag. Heute gibt es etwas Bayrisches. Und zwar stammt das Rezept für die leckeren Reiberdatschi aus einem Kochbuch namens „Bayerisch vegetarisch“. Die liebe Birgit vom Food- und Lifestyleblog "Emma Bee" hat ihr erstes, eigenes Kochbuch herausgebracht. Yipieeeh! Ein Erstlingswerk quasi.

Kartoffelpuffer auf Bayrisch

Reiberdatschi, Rösti oder doch Kartoffelpuffer?

Kartoffel“taler“ gibt es ja in vielen Regionen. In Nürnberg heißen sie zum Beispiel BAGGERS. Warum auch immer... Wie heißen sie bei Euch? 

In Bayern macht man die Reiberdatschi  (wörtlich übersetzt: geriebene Plattgedrückte) immer mit etwas Zwiebel und mit halb gekochten Kartoffeln. So bekommen sie eine wunderbare Konsistenz irgendwo zwischen weich-sämig und knusprig-stückig. Die Einen essen sie am liebsten mit Apfelmus, die Anderen bevorzugen sie mit herzhaften Beigaben wie z.B. dem heutigen Quark. Beides ist möglich!


„Bayerisch vegetarisch“ vom Ulmer Verlag (Birgit Fazis)

  Birgit Fazis Bayerisch vegetarisch

Dienstag, 6. Dezember 2016

Weihnachtstipp: Bake and the city - das Backbuch vom Kuchenbäcker

Nach langer, langer Zeit gibt es hier mal wieder eine Rezension. Der ein oder die andere überlegt vielleicht noch was er/sie zu Weihnachten verschenken könnte. Hier unsere erste Empfehlung, liebe Christkinder und vom Christkind-Wünscher!

Der Kuchenbäcker, den Ihr von seinem Foodblog vielleicht kennt - alias Tobias Müller - hat ein Backbuch herausgebracht. 

Bake and the city - süße Grüße aus 60 Städten

Ausblick aus dem Wyndham Grand Hotel in Frankfurt am Main

Samstag, 4. Oktober 2014

Scarpaccio - ein italienischer Zucchinikuchen aus dem Kochbuch KochlustPUR

... Die kulinarische Reise durch die BIO-Hotels geht weiter...

"Gerührt, aufgegabelt, ausgeschöpft, gepfeffert und gesalzen, versüßt, ausgelöffelt und eingekocht..., alles nur für Dich!" (Zitat der ersten Buchseite)

Kochbuch von Bio Hotels - straighte Rezepte mit hochwertigen Zutaten

Es ist mal wieder Zeit Euch ein Kochbuch vorzustellen. Dieses Buch ist nicht ganz standardmäßig oder gewöhnlich, da es nicht redaktionell zusammengecastet und aufgestylt wurde. Es kam auch nicht auf dem "normalen" Kaufe-ein-Kochbuch-Weg zu mir. Sondern?
Ich habe es bei einer Verlosung in Facebook gewonnen und freue mich immer noch sehr darüber.


Herausgeber ist "Bio-Hotels". Dies ist eine Gruppe von mittlerweile über 65 europäischen Hoteliers, die sich zu einer Wertegemeinschaft zusammengeschlossen haben. Ziel des Vereins ist es, den eingeschlagenen Weg, ausschließlich biologische Lebensmittel anzubieten, gemeinsam besser zu vertreten als man es als einzelnes Hotel könnte. Ich verweise an dieser Stelle auf meinen Hotelbericht zum Bio Vitalhotel Falkenhof in Bad Füssing, welches ebenfalls hier angeschlossen ist. (Anmerkung: Sofort nach Erhalt durchforstete mein Mann das Kochbuch nach DEM/SEINEM "Bayerwald-Ochsen-Rezept"(sein podestiertes Lieblingsgericht aus Bad Füssing) - das ist zu seinem Leidwesen leider nicht enthalten. Er war ganz traurig. Aber nur kurz, dann hieß es: "Oh, das müssen wir mal ausprobieren.... und das ... und das kochst du mal, gell...")

Zurück zum Kochbuch. Grundsätzlich ist zu sagen, dass es sich hierbei um einen Teil 2 (ein Folgekochbuch) handelt.
Die Ernährungswissenschaftlerin, Journalistin und Fotografin Andrea Knura nimmt uns mit auf eine Reise durch diverse Bio-Hotels. Diese werden launig, so nebenbei in Wort und Bild eingefangen. Sehr sympathisch übrigens! Pro Hotel sind vier bis sieben Doppelseiten zu sehen. Gefüllt mit vielen, vielen Fotos von Landschaften, Gerichten, Situationen aus dem Hotelalltag und vor allem vielen fröhlichen Menschen. Die Gerichte sind bewusst so fotografiert wie sie am jeweiligen Ort auf den Teller kommen. Wer an dieser Stelle einen überdimensionierten Werbeprospekt erahnt... NEIN, das ist es auf keinen Fall. Es ist eher eine sympathisch gemachte Einladung, sich als Gast dort oder dort an den Tisch zu sehen und dem ein oder anderen Koch kleine Küchengeheimnisse zu entlocken.
 
 

So ist auch jedes Rezept anders verfasst und nicht in eine gleichtönige Art und Weise gepresst. Auch wenn manches Foto - ich befürchte durch den Druck - nicht ganz scharf geraten ist, macht das nichts.
Es ist kein Kochbuch für pure Kochanfänger, denn so manches Mal geht es halt nach dem "Kochgefühl" bei Mengenangaben oder der Vorgehensweise des einzelnen Gerichtes. Dies habe ich bei meinem herausgegriffenen Proberezept gleich selbst gespürt. Es macht das Ganze aber noch persönlicher.

Grundsätzlich ist zu sagen, dass die Rezepte im Großen und Ganzen sehr bodenständig von den Zutaten her sind (dies gehört ja auch zu der Bio-Kochweise), jedoch den Leser überall zu einem "AAAAaaah" oder "OOOOoooh" verleiten. Von Vorspeise bis Dessert ist alles zu finden. Beim Blättern hat man ständig das Gefühl: "Jaaaa, heute Abend hätte ich das gerne als Vorspeise, dann das und das als Nachspeise". Und das gute Gefühl, das in allen Speisen in "Bio-Hotels" implementiert ist, dass sie frei von Konservierungsstoffen oder Geschmacksverstärkern sind, macht diese Gerichte noch wunderbarer.

Beim ersten Durchblättern hatte ich ein Problem mit den Anmerkungen (Text und Fotos von Weinen/Getränken), die zu fast jedem Rezept unten auf der Buchseite zu finden sind. Zunächst verstand ich dies als zusätzliche Werbung, um das Buch zu finanzieren, aber nein. Wer anfängt diese Bemerkungen zu lesen, merkt schnell, dass sich hier jemand hingesetzt hat und wahrlich gut überlegt jeweils etwas "Flüssiges" zum Gericht empfiehlt. Ein Beispiel: zu dem Scarpaccio(Zucchinikuchen) gibt es als Empfehlung einen Amaro, einen Halbbitterliqueur mit Orangenschalen:
"Das Gericht ist innovativ und unkonventionell. Warum nicht auch die Empfehlung dazu? Versuchen Sie es mit dem Amaro. Süß genug, um mithalten zu können, leicht bitter, um dem Kuchen etwas entgegensetzen zu können, und italienisch genug, um dem Ganzen einen Hauch von Bella Italia zu geben."(S.163)

So kommen wir also zum "unkonventionellen" Zucchinikuchen. Ja, Thymian, Petersilie oder Basilikum kombiniert man normalerweise nicht mit Zucker, Zimt und Vanille - und für manche mag auch ein ZUCCHINIkuchen ein gewagtes Experiment darstellen. Aber traut Euch! Es lohnt sich, denn dieses Gericht von Uwe Lindemann vom Feisterer Hof (Ramsau am Dachstein, Österreich) ist ein Erlebnis.

Der Kuchen passt - laut Rezept - sehr gut zu Tee. Uns hat er warm und auch kalt super geschmeckt...  noch besser wurde er in der Kombination mit ein Bisschen Zartbitterschokoladensoße.

Kommen wir zum Rezept:

Scarpaccio - italienischer Zucchinikuchen

Zum Tee oder einfach so!

Zutaten für 4 Personen:

- 200 g Dinkelvollkornmehl (oder anderes)
- 200 g (Rohrohr-)Zucker
- 1 Prise Zimt für in den Teig

- 60 g (zimmerwarme) Butter
- 4 Eier
- 2 Päckchen Vanillezucker oder 2 - 3 EL Vanillezucker
- ca. 30 Basilikumblättchen
- je ca. 2 TL Thymian und Petersilie
- etwas Milch (kann man auch weglassen, wenn man es nicht so arg flüssig mag)
- ca. 1 kg gewürfelte Zucchini, die man ca. 1 Stunde mit etwas Salz zum Entwässern stehen gelassen hat)
für "obendrauf":
- ca. 2 Handvoll zerkleinerter Walnussstücke
- zusätzlicher Zimt und Zucker

Ran an die Gabel

Zubereitung:
1. Teigzutaten zusammen aufschlagen (Teig soll eher flüssig als fest sein)
2. Zucchini einrühren, Kräuter kleinschneiden und einrühren
3. alles auf ein normales Blech geben
4. obendrauf etwas Zucker, Zimt und Walnussstückchen verteilen
5. im vorgeheizten Ofen ca. 45 Minuten bei 160 Grad Umluft backen

Zucchini UND Kräuter in einem "Kuchen"? Jaaaa, schmeckt *sabber*

Sonntag, 18. Mai 2014

Vegan backen für alle von Björn Moschinski (südwest-Verlag)










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Ein Backbuch für eingefleischte Veganer und Personen, die neugierig sind, mal ohne "Tier" zu backen 












Kennt Ihr das? Ständig begegnen einem derzeit vegane Gerichte, Foodblogger, Moralapostel, … und irgendwie gewinnt man den Eindruck das eigene Essverhalten muss ja abgrundtief falsch sein. Die vegane Bewegung überrollt mich gerade irgendwie und ich fühle mich überrollt. Es widerstrebt mir zutiefst. Als NICHT-Veganer ist diese oftmalige Glorifizierung und moralisch erdrückende Missionierung nur schwer zu ertragen. (Name nenne ich an dieser Stelle nicht!) Ich muss nicht immer Fleischprodukte und tierische Produkte essen, trinken oder sonst wie zu mir nehmen, aber bitte… ich muss das auch nicht jedem immer und immer wieder auf die Nase binden.
In dieser, meiner immer anti-veganen Gemütslage ist mir dieses Backbuch begegnet. Es ist unverkrampft, missioniert nicht und macht Lust auf Backen. Björn Moschinski, den kennt mancher vielleicht schon aus Funk und Fernsehen, hat es geschafft (nach seinen beiden Kochbücher) einfach so ein fröhliches und veganes Backbuch (für süße und pikante Backwerke) zu schreiben.
Das Wunderbarste an diesem Buch finde ich, dass die Zutaten für die über 70 Rezepte so herrlich „normal“ sind. Danke! Danke, dass man nicht tonnenweise seltsame Bestandteile aus Bio- und Veganläden besorgen muss für teures Geld.
Björns Motto des Jahres 2013: Geiler Geschmack braucht kein Fleisch. 
Björn Moschinski ist einer der bekanntesten veganen Köche in der Szene. Seit seiner Jugend ist er Veganer und da ihm niemand glauben wollte, dass veganes Essen schmackhaft sein kann, hat er begonnen für andere zu kochen. 2013 eröffnete er sein bereits zweites veganes Lokal (MioMatto in Berlin-Friedrichshain). 

Es ist schön zu lesen wie einfach man eigentlich Eier- und Milchalternativen finden kann. Wusstet Ihr z.B. dass man statt einem Ei einfach 80 g Apfelmus oder eine halbe, reife Banane ersetzen kann? So macht das Spaß und Freude.
Jetzt mal langsam und der Reihe nach:


Inhalt: 


-          Vorwort

-          Küchenwissen



-          Grundteige (Hefe-, Rühr-, Mürbe- und Biskuitteig)



-          Ostern (z.B. Zitroniger Spargelstrudel, Sächsisches Osterbrot…)

-          Muttertag (z.B. Rhabarber-Kokos-Küchlein, Nussblumen…)

-          Halloween (z.B. Tarte Tartin mit Süßkartoffeln, Gewürzte Kürbis-Haferflocken-Kekse…)

-          Weihnachtsbäckerei (z.B. Monkey Bread, Stollenkonfekt…)

-          Sonntagstafel (z.B. Zimtfoccacia, Polenta-Pizza…)

-          Ofenfrische Geschenkideen (z.B. Zebrakuchen im Glas, Buchweizen-Bananen-Drops…)

-          Schnelles für unerwartete Gäste (z.B. Reis-Pilz-Taschen, Millefoglie…)

-          Brot & Co. (z.B. Pekan-Oliven-Ciabatta, Sesambagels…)


-          Register und Allergietabelle


Gestaltung: 

Dieses Backbuch lebt von den vielen Fotos und der Lebens- und Backfreude, die Björn  vermittelt.  Jedes Rezept besteht aus einer Doppelseite. Auf der einen Seite ist das Rezept – unkompliziert und verständlich formuliert – abgedruckt und auf der anderen Seite ein Foto des fertigen Gerichtes, das Lust macht. Am liebsten würde man in vieles gleich hineinbeißen…



Fazit: 
Wer Lust hat vegan backen zu wollen, ist mit diesem Buch absolut richtig. Sowohl eingefleischte Veganer als auch Neulinge finden hier sicherlich so manche gute Anregung.

Ich bin froh, dieses Buch nun in meiner Koch/Backbuchsammlung zu haben. Leider habe ich es bis zum heutigen Tag zeitlich nicht geschafft ein Rezept nachzubacken, aber das hole ich noch nach. Definitiv!


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Das Buch wurde mir für die Rezension kostenlos vom südwest-Verlag zur Verfügung gestellt. Die Meinung ist zu 100% meine eigene!!!
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