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Dienstag, 16. Mai 2017

Torta di patate - herzhafter Kartoffelkuchen

Liebe Pauline und liebe Leser/innen, herzlich Willkommen zum Kartoffeldienstag! 

Was macht man denn so mit übrig gebliebenen Kartoffeln? Kennt Ihr auch, oder? Da liegen die Übrigen im Kühlschrank und außer Bratkartoffeln fällt einem nicht sooo viel ein. Da kommt diese Kartoffeltorte genau richtig! Sie ist schön variabel und ein super Exemplar für Resteverwertung... 


Kartoffeltorte mit Rosmarin und Salami

Donnerstag, 24. März 2016

Sushi-Kochkurs bei Cookionista in Nürnberg



Wart Ihr schon mal bei einem Kochkurs? Ich habe einen Sushi-Kochkurs bei Cookionista besucht und erzähle Euch nun wie es so war. Passt auf! 

Sushi rollen lernen
 
Erinnert Ihr Euch noch an das Crowdfunding eines Nürnberger Kochblogs, der soooo gerne in die eigenen Vier-Wände umziehen wollte. Darüber hatte ich Ende letzten Jahres ja schon mal hier geschrieben. 

Obwohl in Nürnberg der Begriff „Crowdfunding“ eher für Verwirrung als großes Echo sorgte, haben die Vier es dennoch geschafft. Sie konnten in Ihre eigenen vier Kochwände einziehen. Der lang gehegte Wunsch ging in Erfüllung. Und diese wunderbaren Räume durfte ich im Rahmen eines Kochkurses für Euch besuchen. 

KochKunstRaum in St. Johannis


Gleich vorweg die neuen Räumlichkeiten sind toll geworden. Richtig zum Wohlfühlen. In derselben Woche war ich noch in einer anderen Nürnberger Kochschule und muss sagen… kein Vergleich! Die Cookionista-Räume sind charmant loft-artig, zurückhaltend in den Farben und man fühlt sich sehr wohl – nicht zuletzt wegen großartiger Kunstwerke an den Wänden. Stilvoll, modern und wirklich sehr schön. 

Kochschule Franken Nürnberg


Donnerstag, 18. Februar 2016

Besuch auf der Ambiente 2016 - Konsumgütermesse in Frankfurt


Ambiente – was ist das? 

Am 13. Februar haben wir uns aufgemacht die weltgrößte Messe für Konsumgüter zu erobern. Konsumgüter sind (im Foodbereich) sowas wie Messer, Pfannen, Teller, Tassen, Gläser. Wir wollten die Trends des Jahres 2016 erstöbern, damit Ihr gut vorbereitet durchs Jahr gehen könnt und mitreden könnt. Hier findet man aber auch den neuesten Herzchen-Deko-Anstecker für Topfblumen oder Wackeldackel-Nachfolger.
Wir haben weder platte Füße noch Regen- und Schneeschauer gescheut um für Euch die neuesten Trends auszukundschaften. So könnt Ihr gleich mitreden, wenn Ihr die ein oder andere Neuheit im Regal entdeckt.

Es ist absolut schrecklich! Ein Tag auf dieser Fachbesuchermesse ist nichts – viel zu wenig! Von Halle 1 bis zu Halle 11 sind alle Hallen doppelstöckig belegt. Ein interessanter Stand folgt dem anderen. Ein kompletter Messerundgang ist ein Ding der Unmöglichkeit und wer mit "Schau mer halt mal"-Einstellung hinfährt, geht verloren ;)

bunte pfannen ambiente


Der Trendscouttour-Trupp:
Gemeinsam mit drei anderen Foodbloggerinnen, und zwar Mareike von Zuckerschnee, Graziella von Graziellas Foodblog und Karina von Karambakarina´s Welt habe ich mich in den Dschungel gewagt.

Sonntag, 14. Februar 2016

Kokoswasser, Moringatee und Toni - Besuch auf der Biofach-Messe 2016



In dieser Woche fand die Messe Biofach statt. Wir haben sie besucht um die neuen Trends und Entwicklungen für Euch auszukundschaften. Doch lest selbst:

„Biofach“ – was ist denn das?
Kurz – für diejenigen, die mit dem Begriff „Biofach“ nichts anfangen können: In Nürnberg findet jedes Jahr im Februar die größte Bio-Messe der Welt für Fachbesucher statt. Ihr müsst Euch das so vorstellen wie einen überdimensionalen Bioladen, der aus mehreren Messehallen besteht. An jeder Ecke entdeckt Ihr Stände mit Produkten, die Ihr aus dem Bioladen kennt und vielleicht schon mal gegessen habt oder eben vielen, vielen neuen. Von den großen Biounternehmen und kleinen Start-ups. Eine bunte, fröhliche Mischung!

demeter-Säfte an der demeter-Cocktail-Bar - der Karottencocktail war auch ohne Gin vorzüglich

Dienstag, 8. September 2015

Ein Glas ist ein Glas ist ein Glas ?!?


Gestern saßen wir in einem schönen Lokal. Das Wetter war herrlich, um den lauen Sommerabend draußen entspannt mit lieben Menschen zu genießen. Das Essen war gut. Doch seit diesem einen Workshop-Tag bei Spiegelau... fällt einem so Manches auf.

Am Nebentisch saß ein Mann, der voll Freude ein Craftbeer bestellte.... als es dann serviert wurde... in was wurde es ausgeschänkt? In einem Willy-Becher (der Becher, den man gewöhnlich aus der Traditionsgaststätte vom Hellen oder großen Wasser/Spezi... kennt.)
"Der arme, arme Mann!", dachte ich mir... "das wars mit deinem Craftbeer-Erlebnis. Hättest gar keines bestellen müssen. Der Geschmack ist tot."

Man mag es ja nicht für möglich halten. So manches Mal im Leben fällt es einem wie Schuppen von den Augen. Wie wo was?

Vor ein paar Monaten flatterte eine Einladung von Spiegelau bzw. von der Agentur Zweiblick in meine Mailbox. Es ging um ein Biertasting in Kombination mit drei neuen Gläsern von Spiegelau. Die ersten Gedanken waren: Oh, die sehen hübsch aus. Haben sie sich ein neues, tolles Design für die gehypten Craft Biere einfallen lassen. Nun gut. Neugierig war ich trotzdem. Also, nichts wie hin.

Stout/Porter, IPA und Wheatbeer-Glas (von links)

Als wir dann auf der Veranstaltung saßen - mitten im Tasting waren wir alle etwas schockiert/erschrocken und vor allen Dingen extrem fasziniert.

Das Besondere an diesen Gläsern ist nicht die Optik. Nein. Das Besondere an diesen Gläsern ist die Form und die damit einhergehende Geschmacksentfaltung des Getränkes. Wahnsinn!

Ihr denkt Euch vielleicht jetzt - warum brauch ich denn ein spezielles Glas für jedes Bier??? Vergleicht mal mit Wein. Es gibt Weißwein- oder Rotweingläser. Und im Rotweingläserbereich gibt es nochmals Unterscheidungen.
Wenn man im Bierbereich den Schritt weg von Masse im Großglas auf Maß mit Klasse machen möchte. Die besonderen Eigenschaften und Geruchs- und Geschmackseigenheiten werdet Ihr aus der Flasche trinkend oder aus dem Senfglas heraus nicht haben.



Als Referenzglas hatten wir das Standard-Helles-Glas - das Ihr vielleicht unter Willy-Becher kennt. Ich sags Euch. Willy hat deutlich was einstecken müssen und konnte defintiv Zuhause gleich mal seine Koffer packen. So wie alle anderen Gläser mit Rollrand... Warum?
Dieser verdickte Rand am Glasrand ruiniert jeglichen Genuss, da die Flüssigkeit absolut unkontrolliert in den Mund gelangt.

Den Standard-Willy-Becher links kennen wir alle, oder?

So wie alle anderen Gläser mit Rollrand... Warum? Dieser verdickte Rand am Glasrand ruiniert jeglichen Genuss, da die Flüssigkeit absolut unkontrolliert in den Mund gelangt. Beim Wheatbeer-Glas von Spiegelau prizzelte die Kohlensäure alleine schon total witzig an meiner Zungenspitze. Die verschiedenen Geschmackszentren auf der Zunge werden gezielt angesprochen.

Probiert es mal aus! Selbst beim Riechen merkt Ihr schon einen riesigen Unterschied zwischen Rollrand-Glas und den besonderen Gläsern (wir haben übrigens nachgeschaut. Teuer sind sie nicht. Wir holen uns defintiv noch welche davon.).


Was ich mir von diesem Tag merken möchte: 

- Das Material eines Glases ist nicht vorrangig wichtig, wichtiger ist Volumen, Form und Mundöffnung. 
- Riedel-Spiegelau-Nachtmann produziert ausschließlich in Westeuropa.
- Bei Spiegelau wird die perfekte Form nicht am Designtisch gefunden, sondern in sogenannten "Workshops": z.B. 1 Bier, 20 Gläser, 20 Personen... welches Glas ist der Geschmacksunterstützer Nummer 1 für das Getränk.

- Ein Bierglas nicht ganz voll machen.
- Konische/Zylindrische Formen können keine Aromen bündeln.
- Weizenbier sollte man auch mal aus einem hochwertigen Sektglas probieren.
- Für Gin empfiehlt sich ein Burgunderglas. 
- Was mit Craftbeer geht, geht auch mit allen anderen Getränken, z.B. gibt es von Riedel ein spezielles Cola-Glas. 
- Das IPA-Glas produziert durch den speziellen Fuß bei jedem Trinken selbst wieder Schaum.
- Das Porter-Glas lässt das Bier in "Vulkanströmen" einfließen. (siehe Bild - eigentlich bräuchtet Ihr ein Video hierzu.) 


 

Das Rahmenprogramm war wirklich liebevoll und sehr amüsant von der Agentur Zweiblick gestaltet. Wir erfuhren auch viel Wissenswertes über Malz, Hopfen und Co., die Bierproduktion, Foodpairing mit Bier und und und...
Am Ende des Events, das in Markt Schwaben stattfand, durften wir in Kleingruppen unser Wissen in einer "Prüfung" testen und wurden prompt mit dem Titel "Master of glass and taste" belohnt. Yeah! Herzlichen Dank dafür!




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Ich wurde zur Veranstaltung von Spiegelau eingeladen. Ein Posting war aber niemals Bestandteil dieser Einladung. Dieser Artikel spiegel-AU-t meine Worte und meine Meinung wider.

Herzlichen Dank auch dafür, dass eine sehr nette Fotografin die ganze Zeit fotografiert hat, so konnte man sich wirklich auf das Inhaltliche konzentrieren :) 

Samstag, 27. Juni 2015

Fleisch ist Fleisch ist Fleisch !?!

Veganer und Vegetarier dürfen diesen Post gerne lesen, es soll aber jegliche Diskussion, ob Fleisch oder nicht unterbleiben. Bitte spart Euch diese Posts und klickt lieber zu anderen Posts weiter ;)
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Wenn ich mich an die Gerichte auf den Speisekarten von Durchschnittsgaststätten von vor 30 Jahren erinnere, standen (in meiner Heimat) vor allem diese Fleischgerichte darauf:

Saures Lüngerl, Ochsenmaulsalat, Nierenrollbraten, roter und weißer Pressack, gebratene Milzwurst mit Kartoffelsalat, Rindssuppe mit Leberknödel/Leberspätzle, Leber- und Blutwürste mit Sauerkraut, Ochsenschwanzsuppe, Schweinshaxe, Kalbskopfsülze, ...

--> freitags gabs gegrillte Rippchen und an Festtagen sowie am Sonntag dann diverse Schweine- und Rinderbraten....

Wo sind diese ganzen Nicht-Feiertags-Fleischgerichte innerhalb von drei Jahrzehnten hinverschwunden? Warum hat sich unsere Einstellung diesen "alten" Fleischgerichten gegenüber so stark verändert?
Manche von Euch haben sich beim Lesen der Speisekarte sicherlich innerlich schon so manches Mal: "iiiih, hmpf, öhm, ne - danke"- gedacht, seid ehrlich!
--> Bei so manchem dieser Gerichte überlege ich es mir auch zwei Mal! Doch warum eigentlich?

Meine Vorfahren haben diese Gerichte mit großer Freude verspeist. Hatten die alle Unrecht und ich als heutiger Mensche habe mehr Ahnung als sie was die Speisenauswahl angeht?
Ganz schön arrogant oder? Wir kaufen und essen immer noch Fleisch - genau wie meine Urgroßeltern damals. Fleisch von den gleichen Tieren! Und warum heute nur noch "Fleisch-Fleisch"? Woher kommt das?
Lucki Maurer



Am Samstag, den 20.06.2015, war ich zu einer wunderbaren Veranstaltung der "TasteAcademy" von AEG eingeladen, die mich seitdem inhaltich sehr beschäftigt.

Der Titel war "nose to tail" (von der Nase bis zum Schwanz).  Blogger beschäftigten sich unter Anleitung von den beiden Profi-Köchen Ludwig "Lucki" Maurer und Christian Mittermeier mit den vielen verschiedenen Fleischstücken, die heute so in Vergessenheit geraten sind.









Na, wieviele von den Fleischstücken hier, könnt Ihr defintiv zuordnen? Was ist Lunge, Leber, Niere, Zunge, Herz, ... ?



Es war eine wunderbare Erfahrung, dass Lucki mir einfach so - ohne, dass ich überlegen konnte, den Fleischpacken "Lunge" (ganz links im Bild) in die Hand gedrückt hat. JA, es ist einfach nur Fleisch! Auch nichts anderes als ein Schnitzel... einfach nur Fleisch! 

Wie Ihr ja wisst (Siehe Eventbanner auf der rechten Seite!), findet derzeit hier auf dem Blog das Event: Koch die Tüte ohne Tüte statt.

Was ich hierbei festgestellt habe, ist, dass gefühlte knapp 90% aller Fleisch-Tütengerichte für Hackfleisch.
Viele Menschen haben mir seither geschrieben, dass sie wirklich überrascht sind, wie eintönig diese Tütengerichte eigentlich sind. Vom Wikingertopf, Kötbullar über 3 Varianten von Spaghetti Bolognese bis hin zu Chili con Carne und Co.

Essen wir deshalb diese "alten" Gerichte nicht mehr? Nur, weil wir - als momentane Generation -  zum allergrößten Teil nicht mehr kochen können/wollen und deshalb mit den vielen verschiedenen Fleischarten nichts mehr anfangen können?

Warum geht der Griff so oft in die Kühltheke zu diesen viereckigen Plastikpackungen, in denen etwas namens Schnitzel oder Steak liegt, dass beim Braten oder Kochen mindestens die Hälfte seines Volumens einbüßt und geschmacklich so wertvoll wie Styropor ist?

Warum essen wir diese viereckigen Massentierhaltungs-Hackpäckchen, die mehr an Spagettieis erinnern als an ein Stück Fleisch von einem ehemals lebenden Tier?  
--> JAAAA, es stimmt! Die Kritisierer haben recht! Die Fix-Tüten haben ihre Berechtigung, denn um dieses Hack"fleisch" zuzubereiten, brauche ich vieeeeel Würze, um irgendeinen Geschmack hineinzubringen. Schönen Einheitsgeschmack!!! (Erinnert Ihr Euch an die Werbung für die Fix-Bolognese, in der gezeigt wird, dass viele verschiedene Hobbyköche aus Deutschland die EINE BESTIMMTE Würzmischung gesucht haben? (wers glaubt) --> Juhu! Da ist er! Der Einheitsgeschmack! Hat die Labor-Chemiker-Arbeitsgruppe den Bolo- Einheitsgeschmack gefunden. Hurra! Herzlichen Glückwunsch!

Die oben aufgeführten Gerichte haben keinen Einheitsgeschmack! Jedes hat seine eigene, ganz bestimmte Note! Jedes hat seinen EIGENgeschmack! Und wenn sie mit Herzblut zubereitet werden, dann noch viel mehr! Seid doch mal mutig und probiert Euch durch!

Verdammt nochmal, wer ist denn glücklich, wenn er dieses abgepackte Fleisch, dieses Horrorfleisch,  aus der Kühltheken-Plastikverpackung gegessen hat? Fühlt man sich wirklich, wirklich, wirklich Energie geladen und gestärkt nach dem Verzehr? Fühlt Ihr Euch eine Stunde danach wohl, wenn Ihr genau auf Euren Körper hört? Denn eigentlich sollte man Fleisch verzehren, da es ein LEBENSmittel ist. Ein Mittel zum Leben! Ein Mittel um gestärkt durchs Leben zu gehen!

Verdammt nochmal, wir haben eine moralische Verantwortung! Zum Einen gegenüber unserer Umwelt - sprich dem Tier gegenüber, das für uns sein Leben lassen musste um für uns ein LEBENSmittel zu sein - , zum Anderen uns selbst und unseren Kindern gegenüber.

Guten Appetit bei:

- überzüchteten Hühnern und Puten, die aus soviel Brustfleisch bestehen, dass sie in ihrem Leben weder stehen noch laufen können
- Geflügelgeburt und -schlachtung im Sekundentakt am Fließband
- Chemische Behandlung zur Haltbarmachung
- Wachstumshormone
- tierverachtende Massentierhaltung (siehe z.B. SchweineMastHochhaus)
- Antibiotika
- Weichmacher in der Plastikverpackung
- ...

Beim Fisch packen wir eventuell noch dazu:
- Sklaverei bei der Fischmehl-Futter-Produktion für Garnelen, siehe hier
- Ausrottung von Fischen vor Chile und Peru für die Zucht (Aquakultur) von z.B. Lachs, siehe hier
- ...

Herzlichen Glückwunsch! 

--> Jeder darf sich drei Stichpunkte für seine Speisekarte aussuchen? Welche suchst du dir aus?

LEBENSmittel-Einkauf wird immer mehr zum Spießrutenlauf! Ein Grundvertrauen in meine LEBENSmittel-Quellen habe ich nur noch bei ganz, ganz wenigen. Selbst produzieren kann ich - als Großstadtbewohner - diese Dinge nicht.

Bei richtig Wenigen habe ich noch Vertrauen. Leider! Und es nervt mich und es quält mich!

Nach zwei Jahren des Fast-Veganer-Seins (Vegetarier plus Milchallergiker vor 15 Jahren), habe ich mich definitiv und bewusst wieder für Fleisch entschieden! Und bereue es keinen Tag!

Der Herr AmKa hat an dieser Stelle noch die Anmerkung gemacht, dass er - der sehr gerne sehr viel Fleisch gegessen hat - Ihr wisst schon, alles unter 500 g ist Carpaccio ;) - mit qualitativ hochwertigen 200 g Fleisch viel, viel glücklicher ist. Und das hat beim besten Willen nichts mit Verzicht, eher mit Genuss zu tun. Man ist viel schneller gesättigt.
GLÜCKLICH: kurzfristig auf Grund des Geschmacks und langfristig mit dem Mehr/Nährwert. Der Kostenaspekt ist seiner Meinung nach ein Trugschluss. 500 g Massentier-Fleisch vermindert sich beim Braten z.B. auf 300 - 350 g . Eine vergleichbare Menge hochwertiges Fleisch vermindert sich um vielleicht 40 - 50 g. Man schmeckt es auch deutlich, ob es ein "glückliches" Tier war oder nicht. Ob es am Fließband - gestresst - sein Leben lassen musste für uns oder nicht.

Verdammt nochmal! Entscheidet, was Ihr kauft und was Ihr esst! Lasst Euch nicht einfach nur an die Kühltheke spülen! Fasst Euer gekauftes Fleisch an!

Warum schiebt man sich etwas in den Mund, das man nicht anfassen will? Das Tier hat für dich das Leben gelassen, dann geh auch verantwortungsbewusst damit um...

Und lass dir niemals Müll für Fleisch verkaufen, dem du dann mit Geschmacksverstärkern aus der Fixtüte Geschmack implantieren musst!

Geh zu einem Metzger oder Fleischbauern, schau ihm prüfend ins Gesicht und du weißt, was er dir anbietet.

Deinem Fleischbauern vor Ort kannst du ins Gesicht blicken, beim argentischen oder neuseeländischen Ranchbetreiber wird das auch schon unmöglich. Wir haben hier mittlerweile - und die Suche war nicht einfach - unsere regionalen Fleischbezugsquellen gefunden. Ja, die Suche dauert länger, aber ole! Wer suchet, der findet!

Uns, die hungrige Verbrauchermenge, interessiert momentan meist ein kleiner Bruchteil des Fleisches und dieser muss dann aber in Masse produziert werden! Habt Ihr es bemerkt? Das Wort "produziert"! Pfui! Schande über uns! Dann lieber aus dem 3-D-Drucker! Und seid Euch sicher, wenn Ihr ganz oben "Iiiih" oder "bäääh" gedacht habt, in der Industriewurst, im Formfleisch-Schnitzel, im xyz-Burger-Patty und Co. habt Ihr diese Tierbestandteile eh schon gegessen...

Geschmackssinn ist etwas, was wir alle haben und wieder trainieren können, wenn wir verlernt haben, ihm nachzuspüren. Die verschiedenen Bestandteile eines Tieres schmecken so unterschiedlich! Auch wenn einem beim ersten Probieren Leber & Co. vielleicht nicht schmecken, gebt ihnen noch eine Chance... vielleicht war es einfach nicht die richtige Zubereitungsart, nicht der richtige Garpunkt oder die Qualität doch noch nicht gut genug für Euch und Euren Geschmackssinn!



Und jetzt zeige ich Euch wie köstlich derartige Gerichte sein können: 


Ochsenmaulsalat asiatisch

Saures Lüngerl --> mit Semmelknödel ein Gedicht!

Financier mit Kutteln und Nierchen

Und wenn die Profis alleine kochen, siehts so aus:

Knochenpudding

Schweinebauch auf Ananas-Fenchel mit Schwartenpopcorn und Co.

Schweinebug-Carpaccio asiatisch mit Jakobsmuscheln und Co.

Flanksteak mit Pastinakenpü, Teriyaki-Soße, Hollandaise

Nachgang: Lardo, Stilton, Shizo-Sorbet, Quinoa, schwarze Nüsse und Co.


Diese Gerichte haben wir bei der "Taste Academy" von AEG zubereitet bzw. verkosten dürfen... Ich kann Euch diese Veranstaltung wirklich empfehlen.
Es gibt viele Termine für jedermann, die Ihr besuchen könnt, und auf welcher Ihr in ähnlicher Art und Weise dem nachspüren könnt. Vielleicht kommt Ihr auch zu ähnlichen oder auch zu ganz anderen Gedanken - wie ich heute und hier!



HERZ-lichen Dank an Lucki Maurer (und sein ganzes, fleißiges Team) für sein Herzblut und seine Authentizität, mit welchen er uns sein Thema vermittelt hat und es uns erleben hat lassen! Ein starker Exportschlager aus meinem Bayrischen Wald, der Lucki! Es war langfristig beeindruckend! Fahgejz God und dangscheen!

HERZ-lichen Dank an AEG (und Ihre Agentur). Schon zum zweiten Mal durfte ich erleben wie Ihr einen Rahmen für eine Verstaltung gegeben habt, der die Veranstaltung zu etwas ganz Besonderem gemacht hat. Danke an Erika und Ihr Team! (und deine Großgrund-Senfkornplantage zog sich auch noch komplett durch meine selfmade-Bratwürstchen *schmunzel* )

Gesegnete Mahlzeit Euch allen! 



Mittwoch, 19. November 2014

Alpro Green Dinner und eine super leckere Maronensuppe

Was diese Maronensuppe mit dem Green Dinner von Alpro zu tun hat?

cremige Suppe ohne Sahne oder Milch

Da hilft nur weiterlesen:

 Am gestrigen Abend (mittlerweile ist der Abend schon ein Bisschen länger her) durften wir einen loungisch-launigen Abend in München im "Kater Mikesch" verbringen. Wir waren einer Einladung von Alpro (bzw. der Agentur Segmenta) gefolgt. Da ich seit vielen Jahren auf Grund einer Milchunverträglichkeit schon Alpro-Produkte verwende, war meine Vorfreude sehr groß auf diesen Abend.

Offiziell war es eine Einladung zu einem "Green Dinner" und zu einem schönen Abend. Und das war es auch. Von Patrick Gebhardt (Besitzer/Koch im Hamburger Restaurant "Fillet of Soul") wurden wir kulinarisch verwöhnt. Doch davon gleich mehr.

Einige sehr interessante Informationen haben wir auch mitgebracht:
Sicherlich kennt Ihr alle "Alpro" noch als "Alpro Soja"... aber dieses Soja wurde aus dem Namen gestrichen, denn es wurden in den letzten Jahren mehrere anderweitige Milchalternativen ins Programm aufgenommen. So gibt es mittlerweile Haselnuss-, Mandel-, Reis-, Hafer-, Kokosnussprodukte und diese Segmente werden in der nächsten Zeit auch weiter ausgebaut - wie wir erfahren durften.

Ihr seht hier viele neue oder schon bekannte Alpro-Produkte

Empfangen wurden wir mit leckeren Cocktails und Fingerfood. Auf die Idee Alpro-Produkte in Cocktails zu mixen wäre ich so nicht gekommen. Sie waren aber sehr lecker.

Fakts about Alpro:
- Alpro kauft keine Sojabohnen auf dem freien Weltmarkt oder aus Regenwaldgebieten. Die Bohnen kommen entweder aus Frankreich (aus der Nähe von Toulouse - wäre sicherlich mal einen Besuch wert) und Kanada von langjährigen Vertragsbauern. So soll auch gewährleistet sein und bleiben, dass kein genmanipuliertes Soja verwendet wird.
- Alle Produkte (bis auf den Haferdrink) sind glutenfrei. 
- An einer aufschlagbaren Sahnealternative wird gearbeitet.
- Die Bio-Marke "Provamel" kommt aus dem gleichen Stammunternehmen wie Alpro.


Verköstigt wurden wir sehr gut. Entschuldigt bitte die ungewohnte Bildqualität... es herrschte entspanntender Kerzenschein im Kellergewölbe, in welchem wir gespeist haben.


Maronen-Apfel-Suppe mit Apfel- und Walnussstückchen und ein Enten-Sate-Spieß

Hirschfleisch mit Weißweinsoße undMaronen und Rotkohlauflauf mit Kartoffel(brei)haube und Zimtbröseln

Panna Cotta mit Gewürznelken, Zimtschnecke, Schokomalheur und KiBa-Eis



Und hier das ist das Rezept zur Vorspeisen-Suppe... ich habe die Maronensuppe ein klein Wenig abgewandelt:

Maronensuppe mit Apfel-Walnuss-Einlage




Zutaten für 4 Portionen:

- 4 Schalotten, geschält und gewürfelt
- 2 EL Zucker
- 50 ml Olivenöl
- 500 g geschälte, vorgekochte Maronen
- 100 ml Portwein
- 1 l Gemüsefond
- 250 ml Apfelsaft
- 150 g Knollensellerie, geschält und in kleine Würfel geschnitten
-  200 ml Alpro Mandelmilch
- 1  Apfel
- 2 EL Olivenöl
- 250 ml Alpro Soja-Kochcrème Cuisine
- 50 g Alpro
- 50 g Walnusskerne
- je eine Prise Salz, Pfeffer


Zubereitung:

1. Schalotten abziehen und würfeln. Den Zucker in einem Topf karamellisieren lassen, 450 g der Maronen, klein gehackten Sellerie und Schalotten zugeben, kurz anschwitzen lassen und mit 50 ml des Portwein ablöschen. Den Alkohol verkochen lassen.
2. Mit Gemüsefond, Mandelmilch und Apfelsaft auffüllen. Alles auf 800 ml reduzieren lassen.
3. Inzwischen den Apfel schälen und in Würfel schneiden.Walnusskerne in kleine Stückchen hacken.
4. Olivenöl in einer Pfanne erhitzen. Zunächst die Walnussstückchen, dann die Apfelwürfel darin anschwitzen, 50 g zerbröselte Maronen hinzufügen und 1 Prise Zucker hinzugeben, kurz karamellisieren lassen und schließlich mit 50 ml Portwein ablöschen
5. Alpro Soja-Kochcrème Cuisine zur Suppe hinzufügen, verrühren und aufkochen. Mit dem Stabmixer mixen. Nochmals abschmecken. In tiefen Tellern anrichten. Mit der Apfel-Walnussmischung garnieren. 


Guten Appetit! Diese Suppe wird defintiv ein neuer, regelmäßiger Bestandteil unserer Herbst/Winter-Leibgerichte. 

--> Es muss nicht immer Milch oder Sahne sein! Auch pflanzliche Alternativen können eine Suppe cremig und samtig machen :) . 

Danke für die Einladung und diesen schönen, informativen Abend! Es war ein sehr netter Kontakt und ein wirklich gut organisierter Event mit vielen sehr netten Ansprechpartnerinnen :) Dankeschön! 



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