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Sonntag, 11. Dezember 2016

Der feine Hot Dog des Don Fonsi



Adventskalender gibt es ja viele – auch in Foodbloggerkreisen. Die meisten befassen sich dort mit Plätzchen, Glühwein, Stollen und Co. In diesem Jahr rutscht da einer – ein ganz spezieller - gewaltig aus der Reihe… hehe…  Gernekochen und Onkel Kethe haben einen Hot-Dog-Adventskalender ins Leben gerufen. 

Jeden Tag veröffentlicht ein anderer Foodblog einen Hot Dog. Und Ihr ahnt es schon? Der heutige Hot Dog hinter dem Türchen Nummer 11 kommt direkt aus dem Kartoffelsack!!! 

 Hotdog auf Italienisch


Voila! Hier findet Ihr heute den feinen Hot Dog des Don Fonsi! Im Brötchen verstecken sich feine Tomatennoten. Es gibt ein angebratenes Kalbswürstchen (hoffentlich gibt es die bei Euch auch zu kaufen *grübel*), welches sich mit Zucchini-Stroh, einer Tomatensalsa und Pancetta-Chips vereinigt. Um es nicht zu einem schon bekannten Italo-Geschmacksklassiker verkommen zu lassen, kreuzt die Honig-Oliven-Soße auf, die etwas Neues und Unbekanntes in den Mund zaubern möchte. Probiert es aus! Wir hoffen, es schmeckt Euch so gut – oder noch besser – als uns.  

Mittwoch, 26. Oktober 2016

Tafelspitz mit Wurzelgemüse und Meerrettichsoße


Dieses Gericht bereitet Ihr optimalerweise in einem Slowcooker zu. Im allergrößten Notfall ginge es aber auch in einem Topf auf der Herdplatte.  Der Tafelspitz wird besonders zart, wenn Ihr ihn in einem Slowcooker zubereitet. Das Wurzelgemüse (welches ja auch schon teil des Suds war, passt super dazu und die Meerrettichsoße ist ja quasi ein Klassiker dazu... 


Tafelspitz vom Kalb mit Wurzelgemüse

Montag, 25. Januar 2016

Ragu di vitello con stelle di polenta



Heute hab ich endlich mal wieder was Italienisches im Gepäck.
Das Ragu haben wir mit Kalbshackfleisch gemacht. Es hat dann eine weichere Geschmacksnote als bei Rinderhack. Warum müssen es immer Spaghetti oder ähnliches mit der altbekannten Bolognese-Soße sein? Heute gibt’s leckere, angebratene Parmesan-Polenta-Sterne zum Ragu. Oh!


Sonntag, 13. Dezember 2015

Kalbstafelspitz - grüne Pfeffersoße - Semmelknödel


Bei solchen Gerichten freut man sich immer auf den Winter. Endlich kann man sich über die Schmorgerichte freuen und rauf und runter schmoren…. Schmacht! Ich =Schmorsüchtig ;) aber pssst… verratet es niemandem.  Angefangen von Rinderbeinscheiben in Pastasoßen bis zu Schulterscherzl, Lunge, Gulasch, Bolognese, Chili, Sauerbraten und und und…

Dieses Gericht funktioniert auch mit Rindertafelspitz. Der Geschmack wird aber etwas herber. Das unterscheidet ja das Rindfleisch vom Kalbfleisch, aber letzten Endes könnt Ihr dieses Gericht mit dem Fleisch zubereiten, das Ihr Euch aussucht. Auch ein Kalbsbraten/Rinderbraten ist absolut in Ordnung. Die Soße könnt Ihr beim Rindfleisch gegebenenfalls mit mehr Pfeffer versehen… ganz nach Eurem Geschmack. Kalbstafelspitz ist doch eine tolle Sache so. In die grüne Pfeffersoße haben wir uns extraordinär verliebt! Ganz ehrlich! Vor allem mit richtig guten hochwertigen Grünen Pfefferbeeren. Ein Traum! Und Semmelknödeln kann man doch immer, oder? Oder sage ich das jetzt nur, weil ich als Bayer die Semmelknödel schon mit der Muttermilch aufgesogen habe?

 Pfefferrahmsauce ohne Maggi

Aus Pfeffer habe ich mir bislang nicht wirklich viel gemacht bis ich im Sommer eine Pfeffer-Session besucht hatte.

Samstag, 27. Juni 2015

Fleisch ist Fleisch ist Fleisch !?!

Veganer und Vegetarier dürfen diesen Post gerne lesen, es soll aber jegliche Diskussion, ob Fleisch oder nicht unterbleiben. Bitte spart Euch diese Posts und klickt lieber zu anderen Posts weiter ;)
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Wenn ich mich an die Gerichte auf den Speisekarten von Durchschnittsgaststätten von vor 30 Jahren erinnere, standen (in meiner Heimat) vor allem diese Fleischgerichte darauf:

Saures Lüngerl, Ochsenmaulsalat, Nierenrollbraten, roter und weißer Pressack, gebratene Milzwurst mit Kartoffelsalat, Rindssuppe mit Leberknödel/Leberspätzle, Leber- und Blutwürste mit Sauerkraut, Ochsenschwanzsuppe, Schweinshaxe, Kalbskopfsülze, ...

--> freitags gabs gegrillte Rippchen und an Festtagen sowie am Sonntag dann diverse Schweine- und Rinderbraten....

Wo sind diese ganzen Nicht-Feiertags-Fleischgerichte innerhalb von drei Jahrzehnten hinverschwunden? Warum hat sich unsere Einstellung diesen "alten" Fleischgerichten gegenüber so stark verändert?
Manche von Euch haben sich beim Lesen der Speisekarte sicherlich innerlich schon so manches Mal: "iiiih, hmpf, öhm, ne - danke"- gedacht, seid ehrlich!
--> Bei so manchem dieser Gerichte überlege ich es mir auch zwei Mal! Doch warum eigentlich?

Meine Vorfahren haben diese Gerichte mit großer Freude verspeist. Hatten die alle Unrecht und ich als heutiger Mensche habe mehr Ahnung als sie was die Speisenauswahl angeht?
Ganz schön arrogant oder? Wir kaufen und essen immer noch Fleisch - genau wie meine Urgroßeltern damals. Fleisch von den gleichen Tieren! Und warum heute nur noch "Fleisch-Fleisch"? Woher kommt das?
Lucki Maurer



Am Samstag, den 20.06.2015, war ich zu einer wunderbaren Veranstaltung der "TasteAcademy" von AEG eingeladen, die mich seitdem inhaltich sehr beschäftigt.

Der Titel war "nose to tail" (von der Nase bis zum Schwanz).  Blogger beschäftigten sich unter Anleitung von den beiden Profi-Köchen Ludwig "Lucki" Maurer und Christian Mittermeier mit den vielen verschiedenen Fleischstücken, die heute so in Vergessenheit geraten sind.









Na, wieviele von den Fleischstücken hier, könnt Ihr defintiv zuordnen? Was ist Lunge, Leber, Niere, Zunge, Herz, ... ?



Es war eine wunderbare Erfahrung, dass Lucki mir einfach so - ohne, dass ich überlegen konnte, den Fleischpacken "Lunge" (ganz links im Bild) in die Hand gedrückt hat. JA, es ist einfach nur Fleisch! Auch nichts anderes als ein Schnitzel... einfach nur Fleisch! 

Wie Ihr ja wisst (Siehe Eventbanner auf der rechten Seite!), findet derzeit hier auf dem Blog das Event: Koch die Tüte ohne Tüte statt.

Was ich hierbei festgestellt habe, ist, dass gefühlte knapp 90% aller Fleisch-Tütengerichte für Hackfleisch.
Viele Menschen haben mir seither geschrieben, dass sie wirklich überrascht sind, wie eintönig diese Tütengerichte eigentlich sind. Vom Wikingertopf, Kötbullar über 3 Varianten von Spaghetti Bolognese bis hin zu Chili con Carne und Co.

Essen wir deshalb diese "alten" Gerichte nicht mehr? Nur, weil wir - als momentane Generation -  zum allergrößten Teil nicht mehr kochen können/wollen und deshalb mit den vielen verschiedenen Fleischarten nichts mehr anfangen können?

Warum geht der Griff so oft in die Kühltheke zu diesen viereckigen Plastikpackungen, in denen etwas namens Schnitzel oder Steak liegt, dass beim Braten oder Kochen mindestens die Hälfte seines Volumens einbüßt und geschmacklich so wertvoll wie Styropor ist?

Warum essen wir diese viereckigen Massentierhaltungs-Hackpäckchen, die mehr an Spagettieis erinnern als an ein Stück Fleisch von einem ehemals lebenden Tier?  
--> JAAAA, es stimmt! Die Kritisierer haben recht! Die Fix-Tüten haben ihre Berechtigung, denn um dieses Hack"fleisch" zuzubereiten, brauche ich vieeeeel Würze, um irgendeinen Geschmack hineinzubringen. Schönen Einheitsgeschmack!!! (Erinnert Ihr Euch an die Werbung für die Fix-Bolognese, in der gezeigt wird, dass viele verschiedene Hobbyköche aus Deutschland die EINE BESTIMMTE Würzmischung gesucht haben? (wers glaubt) --> Juhu! Da ist er! Der Einheitsgeschmack! Hat die Labor-Chemiker-Arbeitsgruppe den Bolo- Einheitsgeschmack gefunden. Hurra! Herzlichen Glückwunsch!

Die oben aufgeführten Gerichte haben keinen Einheitsgeschmack! Jedes hat seine eigene, ganz bestimmte Note! Jedes hat seinen EIGENgeschmack! Und wenn sie mit Herzblut zubereitet werden, dann noch viel mehr! Seid doch mal mutig und probiert Euch durch!

Verdammt nochmal, wer ist denn glücklich, wenn er dieses abgepackte Fleisch, dieses Horrorfleisch,  aus der Kühltheken-Plastikverpackung gegessen hat? Fühlt man sich wirklich, wirklich, wirklich Energie geladen und gestärkt nach dem Verzehr? Fühlt Ihr Euch eine Stunde danach wohl, wenn Ihr genau auf Euren Körper hört? Denn eigentlich sollte man Fleisch verzehren, da es ein LEBENSmittel ist. Ein Mittel zum Leben! Ein Mittel um gestärkt durchs Leben zu gehen!

Verdammt nochmal, wir haben eine moralische Verantwortung! Zum Einen gegenüber unserer Umwelt - sprich dem Tier gegenüber, das für uns sein Leben lassen musste um für uns ein LEBENSmittel zu sein - , zum Anderen uns selbst und unseren Kindern gegenüber.

Guten Appetit bei:

- überzüchteten Hühnern und Puten, die aus soviel Brustfleisch bestehen, dass sie in ihrem Leben weder stehen noch laufen können
- Geflügelgeburt und -schlachtung im Sekundentakt am Fließband
- Chemische Behandlung zur Haltbarmachung
- Wachstumshormone
- tierverachtende Massentierhaltung (siehe z.B. SchweineMastHochhaus)
- Antibiotika
- Weichmacher in der Plastikverpackung
- ...

Beim Fisch packen wir eventuell noch dazu:
- Sklaverei bei der Fischmehl-Futter-Produktion für Garnelen, siehe hier
- Ausrottung von Fischen vor Chile und Peru für die Zucht (Aquakultur) von z.B. Lachs, siehe hier
- ...

Herzlichen Glückwunsch! 

--> Jeder darf sich drei Stichpunkte für seine Speisekarte aussuchen? Welche suchst du dir aus?

LEBENSmittel-Einkauf wird immer mehr zum Spießrutenlauf! Ein Grundvertrauen in meine LEBENSmittel-Quellen habe ich nur noch bei ganz, ganz wenigen. Selbst produzieren kann ich - als Großstadtbewohner - diese Dinge nicht.

Bei richtig Wenigen habe ich noch Vertrauen. Leider! Und es nervt mich und es quält mich!

Nach zwei Jahren des Fast-Veganer-Seins (Vegetarier plus Milchallergiker vor 15 Jahren), habe ich mich definitiv und bewusst wieder für Fleisch entschieden! Und bereue es keinen Tag!

Der Herr AmKa hat an dieser Stelle noch die Anmerkung gemacht, dass er - der sehr gerne sehr viel Fleisch gegessen hat - Ihr wisst schon, alles unter 500 g ist Carpaccio ;) - mit qualitativ hochwertigen 200 g Fleisch viel, viel glücklicher ist. Und das hat beim besten Willen nichts mit Verzicht, eher mit Genuss zu tun. Man ist viel schneller gesättigt.
GLÜCKLICH: kurzfristig auf Grund des Geschmacks und langfristig mit dem Mehr/Nährwert. Der Kostenaspekt ist seiner Meinung nach ein Trugschluss. 500 g Massentier-Fleisch vermindert sich beim Braten z.B. auf 300 - 350 g . Eine vergleichbare Menge hochwertiges Fleisch vermindert sich um vielleicht 40 - 50 g. Man schmeckt es auch deutlich, ob es ein "glückliches" Tier war oder nicht. Ob es am Fließband - gestresst - sein Leben lassen musste für uns oder nicht.

Verdammt nochmal! Entscheidet, was Ihr kauft und was Ihr esst! Lasst Euch nicht einfach nur an die Kühltheke spülen! Fasst Euer gekauftes Fleisch an!

Warum schiebt man sich etwas in den Mund, das man nicht anfassen will? Das Tier hat für dich das Leben gelassen, dann geh auch verantwortungsbewusst damit um...

Und lass dir niemals Müll für Fleisch verkaufen, dem du dann mit Geschmacksverstärkern aus der Fixtüte Geschmack implantieren musst!

Geh zu einem Metzger oder Fleischbauern, schau ihm prüfend ins Gesicht und du weißt, was er dir anbietet.

Deinem Fleischbauern vor Ort kannst du ins Gesicht blicken, beim argentischen oder neuseeländischen Ranchbetreiber wird das auch schon unmöglich. Wir haben hier mittlerweile - und die Suche war nicht einfach - unsere regionalen Fleischbezugsquellen gefunden. Ja, die Suche dauert länger, aber ole! Wer suchet, der findet!

Uns, die hungrige Verbrauchermenge, interessiert momentan meist ein kleiner Bruchteil des Fleisches und dieser muss dann aber in Masse produziert werden! Habt Ihr es bemerkt? Das Wort "produziert"! Pfui! Schande über uns! Dann lieber aus dem 3-D-Drucker! Und seid Euch sicher, wenn Ihr ganz oben "Iiiih" oder "bäääh" gedacht habt, in der Industriewurst, im Formfleisch-Schnitzel, im xyz-Burger-Patty und Co. habt Ihr diese Tierbestandteile eh schon gegessen...

Geschmackssinn ist etwas, was wir alle haben und wieder trainieren können, wenn wir verlernt haben, ihm nachzuspüren. Die verschiedenen Bestandteile eines Tieres schmecken so unterschiedlich! Auch wenn einem beim ersten Probieren Leber & Co. vielleicht nicht schmecken, gebt ihnen noch eine Chance... vielleicht war es einfach nicht die richtige Zubereitungsart, nicht der richtige Garpunkt oder die Qualität doch noch nicht gut genug für Euch und Euren Geschmackssinn!



Und jetzt zeige ich Euch wie köstlich derartige Gerichte sein können: 


Ochsenmaulsalat asiatisch

Saures Lüngerl --> mit Semmelknödel ein Gedicht!

Financier mit Kutteln und Nierchen

Und wenn die Profis alleine kochen, siehts so aus:

Knochenpudding

Schweinebauch auf Ananas-Fenchel mit Schwartenpopcorn und Co.

Schweinebug-Carpaccio asiatisch mit Jakobsmuscheln und Co.

Flanksteak mit Pastinakenpü, Teriyaki-Soße, Hollandaise

Nachgang: Lardo, Stilton, Shizo-Sorbet, Quinoa, schwarze Nüsse und Co.


Diese Gerichte haben wir bei der "Taste Academy" von AEG zubereitet bzw. verkosten dürfen... Ich kann Euch diese Veranstaltung wirklich empfehlen.
Es gibt viele Termine für jedermann, die Ihr besuchen könnt, und auf welcher Ihr in ähnlicher Art und Weise dem nachspüren könnt. Vielleicht kommt Ihr auch zu ähnlichen oder auch zu ganz anderen Gedanken - wie ich heute und hier!



HERZ-lichen Dank an Lucki Maurer (und sein ganzes, fleißiges Team) für sein Herzblut und seine Authentizität, mit welchen er uns sein Thema vermittelt hat und es uns erleben hat lassen! Ein starker Exportschlager aus meinem Bayrischen Wald, der Lucki! Es war langfristig beeindruckend! Fahgejz God und dangscheen!

HERZ-lichen Dank an AEG (und Ihre Agentur). Schon zum zweiten Mal durfte ich erleben wie Ihr einen Rahmen für eine Verstaltung gegeben habt, der die Veranstaltung zu etwas ganz Besonderem gemacht hat. Danke an Erika und Ihr Team! (und deine Großgrund-Senfkornplantage zog sich auch noch komplett durch meine selfmade-Bratwürstchen *schmunzel* )

Gesegnete Mahlzeit Euch allen! 



Montag, 25. Mai 2015

Brätknödel aus Kalbsbrät

Das heutige Gericht sieht aus wie Semmelknödel mit Rahmschwammerl? Ja, sieht vielleicht so aus, aber nö, irgendwie ist es dann doch etwas anders.


Kalbsbrätknödel

Beim Metzger meines Vertrauens habe ich mir "Kalbsbrät" geholt. Das ist die Masse, die man in der Weißwurst findet. Dies gibt es nicht immer und überall zu kaufen, deswegen sollte man am besten vorbestellen oder einfach sein Glück versuchen :)

Außerdem ist es wichtig, dass Ihr beim Kauf nachfragt, ob die Masse schon gewürzt ist. Aber zumeist ist sie es. Je nachdem solltet Ihr mit dem Salzen der Knödelmasse verfahren. Ich habe z.B. gar kein Salz mehr hinzugefügt und es war genau die richtig Entscheidung. Im Zweifelsfall einfach einen kleinen Probeknödel garen, dann wisst Ihr es ganz genau.

Grundsätzlich passen die Brätknödel und die Rahmschwammerl perfekt zueinander. Die Schwammerl (nein, das Wort Pilze möchte ich nicht verwenden) habe ich mit einem Schuss Cognac abgelöscht. 


Rahmschwammerl mit Semmelknödel
Rahmschwammerl mit Semmelknödel? Nein, Brätknödel!

Zubereitung für 4 Portionen:
Zutaten:
- 500 g Kalbsbrät vom Metzger des Vertrauens (ist Weißwurstmasse)
- eine halbe, rote Zwiebel, geschält und in kleine Würfel geschnitten
- 5 TL frische Petersilie, ganz klein gehackt
- eineinhalb Kaffeetassen Pankomehl
- 1 Ei, L
- 1 halber TL frisch gemahlenen Pfeffer
- evtl. Salz (dies ist abhängig davon, ob das Brät schon gewürzt vom Metzger kommt)
- 2 l Gemüsebrühe

Knödel mal anders
Loslöffeln! Guten Appetit!


Zubereitung:
1. Zwiebeln in ganz kleine Würfel schneiden und Petersilie klein haken
2. Brühe in einen Topf geben und zum Kochen bringen
3. alle Zutaten (bis auf die Brühe) miteinander vermengen, die Masse ist etwas "weicher" als bei normalem Knödelteig --> Ihr solltet darauf achten, dass man Kugeln formen kann, dann haben sie die richtige Konsistenz
4. Knödel/Kugeln formen --> Größe etwa so groß wie eine mittelgroße Zwiebel/eine Kugel Eis
5. Brühe etwas runterdrehen, dass sie gerade nicht mehr kocht
6. Knödel in die Brühe geben und etwa 7-10 Minuten ziehen lassen
7. anrichten und genießen

Donnerstag, 12. März 2015

Pastarolls

Warum die Lasagneplatten immer nur "normal" als Lasagne benutzen? Ist doch fad so auf Dauer und mit diesen Platten kann man doch soviel mehr anstellen als nur "normale" Lasagne. Durch den Dinkel bekommen die Lasagneplatten nochmal so einen ganz besonderen Geschmack.

Da ist mir mal wieder etwas sehr Leckeres eingefallen - und das Lecker würde ich auch nach der Zubereitung unterschreiben, nicht nur bei der Ideenfindung im Hirnkasterl. Es ist nicht schwer und macht doch was her (und was sich reimt, ist gut!).

Diverse Pastagötter bereiten so auch ihre ganz persönlichen "Canneloni" zu. Der Name Pastarolls gefällt mir hier aber besser.

Das Kalbsbrät bestellt Ihr am besten bei Eurem Metzger des Vertrauens vor. Nicht jeder Metzger hat es jederzeit vorrätig! Leberkäse-Brät würde ich hier nicht empfehlen als Alternative!

Italienische Pasta
ich könnte ja schon wieder!



Zutaten für 4 Personen: 
- 12 unversehrte Dinkel-Lasagneplatten, z.B. von der Spielberger Mühle (lieber noch 2 - 3 Platten mehr mitkochen, da ohne Übung die ein oder andere einreißen kann)
- 500 g Kalbsbrät
- 1 mittelgroße, rote Zwiebel, geschält und in ganz kleine Würfelchen geschnitten
- 1 Handvoll Petersilienblätter, klein geschnitten
- je 1 Prise Salz, Pfeffer, scharfes Paprikapulver, süßes Paprikapulver
- etwas Parmesan oder Pecorino zum Drüberhobeln 

- Menge und Art der Tomatensoße, zubereitet wie hier

besondere Hilfsmittel: 
- Einmalhandschuhe
- eine mittelgroße Auflaufform

Lasagne aus Dinkel
gar nicht schwer zuzubereiten und doch mal eine etwas andere "Lasagne"

Zubereitung: 
0. Tomatensoße zubereiten
1. Brät mit den Zwiebeln, der Petersilie, den Gewürzen und etwa 1 EL Pecorino (mit angezogenen Handschuhen) vermengen und Ofen auf 200 Grad/Umluft vorheizen
1. Lasagneplatten nacheinander in Salzwasser schieben und al dente garen (bei mir waren es etwa 6 Minuten --> Tipp: kaputte Lasagneplatten eignen sich hervorragend zum Probieren der Nudelkonsistenz)
2. währenddessen etwa 3 - 4 Schöpflöffel der Tomatensoße auf den Boden der Auflaufform geben
3. Lasagneplatten vorsichtig herausheben und nebeneinander auf ein Küchenhandtuch legen (jetzt muss es zügig gehen, da die Platten sonst aushärten... man müsste sie auch leicht mit Öl einstreichen können, so kann man sich evtl ein kleines Bisschen mehr Zeit lassen
4. eine Lasagneplatte auf einem Teller legen, mit ca. 1 gehäuftem EL Brät bestreichen (geht am besten mit den Händen - mit Einweghandschuhen) und dann einrollen - egal ob längs oder quer - würde ich von der Form abhängig machen
5. jede Rolle nach Fertigstellung sofort in die Auflaufform setzen
6. sind alle Rollen fertig gerollt, nochmals ca. 3 Schöpflöffel Tomatensoße über die Lasagnerollen verteilen, jede Rolle muss Flüssigkeit auf sich haben (sollte aber nicht in Suppe schwimmen)
7. Pecorino über die Röllchen hobeln
8. ca. 15 - 20 Minuten nun im Backofen garen
9. Servieren und genießen!

Kalbsbrät
mit frisch geriebenem Pecorino wirds noch leckerer

Am besten passt dazu ein schöner grüner oder gemischter Salat!Was will man mehr!

Sonntag, 2. November 2014

Festliches Menü: Cozze al Pomodori, Ossobuco und Schokomoelleux mit Weinbergpfirsicheis

Zum Geburtstag meines Mannes durfte etwas festlicher aufgetischt werden. Doch seht selbst! Am meisten lieben wir es, wenn eine größere Anzahl Gäste an einer langen Tafel (räusper, *Traum* ... im Moment muss hierzu ein Biertisch mit Klappstühlen herhalten) sitzt, der Tisch schön gedeckt ist, das Essen köstlich und der Abend in geselliger Runde eeeeeeewig dauert. Zwischen lustigen Sprüchen, guten Gesprächen und Gelächter hört man ab und zu nur ein "Mhhhh" und "Ohhh wie lecker" --> dann ist es einer dieser perfekten Abende geworden.

Ihr wisst ja schon, dass es bei uns oft etwas mediterraner zugeht und so waren die Gänge auch dementsprechend.

Vorspeise: Cozze al pomodori

Miesmuscheln in Tomaten-Weißwein-Sud gegart

 Am schönsten ist es diesen Gang aus gemeinschaftlichen "Töpfchen"/"Schälchen" zu essen. Durch das Benutzen der Hände (oder zumindest einer Hand und einer Gabel) ist es doch recht sinnlich. Zum Rezept geht es hier entlang. Steife Gesellschaften sollten dies nicht als Vorspeise serviert bekommen.


Hauptgang: Ossobuco a la Sonja mit Knöpfle


Unser heutiger Fokus soll darauf liegen. Italienisches Gericht und dazu eine Spätzle-Art? JAAA sehr wohl. Ossobuco essen wir ca. 3 bis 5 Mal im Jahr und durch das Dickicht der Beilagen haben wir uns durchgekämpft... wir können Euch sagen, nichts passt so gut wie ein Bisschen Spätzle-Fusionküche *zwinker*. Probiert es aus!
Was ist noch anders an diesem Ossobuco? Mein Ossobuco wird mit Rotwein gemacht anstatt Weißwein.
Für die Zubereitung empfiehlt sich ein Bräter, in welchem man gleich auch anbraten kann. Aber mit großer Pfanne und Auflaufform mit Deckel (!) geht es eigentlich auch. Das Gericht lässt sich auch super schon einen Tag vorher vorbereiten und kochen. Dann muss man beim Menü nur noch etwas Wasser hinzufügen und es erwärmen (Achtung: auch die Knochen müssen nochmals ganz heiß erhitzt werden!).



Zutaten für ca. 4 Portionen:
- ca. 1,5 bis 2,0 kg Beinscheiben
- Mehl
- 2 EL Butter oder Butterschmalz 
- 5 EL Tomatenmark
- 1,2 Liter Rotwein
- je eine ordentliche Prise Salz, Pfeffer, Zucker
- eine gut gefüllte Handvoll Knollensellerie, geschält und in große Würfel geschnitten
- 2 große Zwiebeln, geschält und in grobe Streifen geschnitten
- 3 - 4 Karotten, geschält und in grobe Scheiben geschnitten
- 2 Zehen Knoblauch, geschält und halbiert
- 1 halber Bund Petersilie


es ist angerichtet - guten Appetit!


Zubereitung:
0. Backofen auf 200 Grad vorheizen
1. Beinscheiben gegebenenfalls noch parieren, weiße Sehnen herausschneiden, trocken tupfen
2. Beinscheiben von jeder Seite salzen und pfeffern und in Mehl wenden
3. Butter in den Bräter geben und darin nun die Beinscheiben anbraten... jede Seite sollte angebräunt sein
4. Beinscheiben herausholen und nun das Gemüse (außer dem Knoblauch) anbraten
5.Tomatenmark hinzugeben, Gemüse darin noch kurz weiterbraten und mit dem Rotwein ablöschen
6. Wenn der Wein köchelt die Beinscheiben und Knoblauch hinzugeben und ohne Deckel ab damit in den Backofen (200 Grad)
7. 30 Minuten bei dieser Temperatur kochen lassen
8. durchrühren, Beinscheiben wenden, Temperatur auf 160 Grad herunterdrehen und Deckel auf den Bräter geben
9. mindestens nun eineinhalb Stunden köcheln lassen (am besten zwei Stunden)
10. Petersilie haken, Beilagen zubereiten
11. Ossobuco nochmals kräftig durchrühren, probieren und gegebenenfalls nachwürzen --> meist fehlt noch Salz, Pfeffer und eine Prise Zucker (diese ist abhängig vom Zuckergehalt des Tomatenmark)
12. Petersilie zu 90% ins Ossobuco rühren, anrichten und restliche Petersilie darüberstreuen


Ein Gläschen Rotwein als Begleitung zum Ossobuco


Als Wein empfehle ich Euch dazu einen "Ripasso - Burre Alto".
Die Farbe ist rubinrot - richtig strahlend. Der Wein ist fruchtig, leicht und fröhlich. Zunächst entwickelt er ein vollmundiges Aroma und ist am Gaumen sehr intensiv. Mit fruchtiger Eleganz präsentiert er sich beim genauen Schmecken. Er hat keine Schwere und ist auch für Personen, die nicht so oft (Rot-)Wein trinken ein Genuss. Wir haben es getestet. ;) Genau das Richtige für einen geselligen Abend unter Freunden.

2012, Weingut Villa Girardi
Rebsorten: 70% Corvina, 25% Rondinella, 5% Corvinone.
Vini zierung: Die Trauben werden Ende September von Hand gelesen und schonend in Edelstahltanks in etwa 9 Tagen vergoren. Dann ruht der Wein und wartet auf die Trester des
Amarone. Mit dem restlichen natürlichen Traubenzucker der Amaronetrester beginnt eine zweite Gärung (Ripasso = zweiter Durchgang) für etwa 12 bis 13 Tage. Während dieser zweiten Gärung wird der Ripasso durch tägliches umpumpen mit
Sauersto versorgt.
Verfeinerung: 18-monatige Reifung in 65 hl-Fässern aus slawonischer Eiche und abschließend 6-monatige Reifung in der Flasche.
Alkoholgehalt. 13 Vol.-%.
Farbe: Intensives Rubinrot.
Bouquet: Reich und würzig mit Noten von schwarzem Pfeff er
und Rosine.
Geschmack: Vollmundig und sehr intensiv am Gaumen, elegant
mit der Note reifer Kirschen.
Empfehlungen: Zu hellem und dunklem Fleisch, sowie zu Käse.


Dessert: Schokomoelleux mit Weinbergpfirsicheis

das Innere im Moelleux ist heiß und flüssig
Es gibt nicht viel Besseres als ein Dessert mit heißen und eiskalten Komponenten. Im Sommer habe ich fruchtig-saftige Weinbergpfirsiche bekommen und daraus Eis gemacht. Der Geschmack ist ganz sanft und schmeicheln. Ein Must-Do für den Sommer 2015! Weinbergpfirsicheis!



http://blog.kuechen-atlas.de/wp-content/uploads/2014/09/blogparade-festliches-menue.jpg


Herzlichen Dank an Villeroy&Boch (und Küchenatlas) für die Bereitstellung dieses wunderbaren Geschirrs. Im Rahmen des Blogevents bei Küchenatlas wurden mir drei Teller zur Verfügung gestellt. 
Liebe Leser, drückt mir die Daumen ;)
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